Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Gestern lief die zehnte Folge von Star Trek: Picard bei Amazon Prime. Damit endet etwas Vielversprechendes mit einer totalen Enttäuschung.

Spoilerwarnung für Zögerliche

Wer immer die zehnte Folge von Star Trek: Picard „Et in Arcadia Ego, Teil 2“ noch nicht gesehen hat, sollte am besten an dieser Stelle bereits aufhören weiterzulesen. Schließlich sollte jeder das Recht haben, auf seine Weise enttäuscht zu werden. Wer dennoch bei der Stange bleibt, hat gestern Abend ebenfalls vor dem Fernseher gesessen oder aber möchte sich die Zeit sparen, eine ganze Folge zu sehen. Den nachfolgenden Text zu lesen geht in jedem Fall schneller.

Wie dem auch sei, fangen wir auf andere Weise an. Was Star Trek betrifft, gehöre ich zu den spät dazu gekommenen. Klar hab ich das eine oder andere Mal als Kind Star Trek gesehen. Wirklich gefiel die Serie damals nie — schließlich gehörte ich schon früh zu den Fans von Star Wars. Erst kurz vor Ende des Jahrtausends stieß ich auf „Star Trek: Der erste Kontakt“. Das Star Trek endlich bei mir zündet, lag vor allem an Patrick Stewart alias Jean-Luc Picard. Soweit, die ganzen alten Folgen der Serie zu sehen, ging meine Begeisterung jedoch nicht. Die Filme ab 2009 sah ich mir zusammen meiner Frau allesamt an, ebenso mit Begeisterung die Serie „Star Trek: Discovery“. Auf „Star Trek: Picard“ freuten wir uns daher.

Picard liebt Androiden

Sonne der Androiden

Androiden tanzen mit Picard

Die erste Folge von Star Trek: Picard begann recht vielversprechend. Streckenweise schlich sich jedoch das Gefühl ein, einer Art Familientreffen beizuwohnen. Für Actionfilm-Fans ist Picard jedenfalls nicht geeignet. Mag sein, dass es ein Markenzeichen des ganzen Universums ist, aber die Discovery Teile hatten alle deutlich mehr Schwung.

Wie Remoulade zu Fischbrötchen gehörte, so gehören Romulaner als Antagonisten zu Star Trek. Sie sind es, die den Androiden Soji Asha deaktivieren wollen und mit ihm alle anderen aus der Baureihe. Man kann an dieser Stelle darüber philosophieren, ob man bei Maschinen mit künstlicher Intelligenz tatsächlich von töten sprechend sollte oder nicht. Lassen wir aber. Auch den ganzen Handlungsverlauf möchte ich hier nicht wiedergeben. Gegen Ende stirbt Picard. Damit könnte die Serie enden. Tut sie aber nicht und nimmt unweigerlich den Weg ins Kitschige. Die Figur wird in der Hülle eines Androiden quasi wiedergeboren. An diesem Punkt hätten wir am liebsten ausgeschaltet. Taten wir nicht, daher mussten wir uns einige Minuten später auch noch den wohl klassischen Spruch anhören: „Energie!“

Ein Aufbruch in weitere Folgen?

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