Angebot und Nachfrage

Angebot und Nachfrage

Die Auswirkungen der Corona-Krise zeigen sich auch bei der Preisentwicklung. Angebot und Nachfrage regeln im Kapitalismus die Preise.

Schnitzel-Modus

An Tagen wie diesen habe ich das Gefühl, alles um mich herum sei ein Schnitzel — toll bekloppt. Selbst die eigene Zeitvorstellung gerät ins Wanken. Aussagen wie „bis zu den Osterferien sind es nur noch 8 Tage“ verlieren ihre Bedeutung. Genau so wie Ferien oder Urlaub ein Stück weit an Bedeutung verloren haben. Es wird ein Tag X kommen, an dem wir die Corona-Krise durchgestanden haben. Die Kontaktsperre wird aufgehoben, die Lage in den Supermärkten normalisiert sich dann auch wieder. Das Problem aber ist: Man weiß nicht, wann dieser Tag X sein wird. Die Zeit zieht sich wie ein Kaugummi, bis man selber im Kopf so weich wird wie ein Schnitzel.

Soweit es geht, versuche ich mich mit anderen Themen zu beschäftigen. Das Buch über die spanische Grippe legte aus gutem Grund beiseite und griff zu etwas anderem. Anfang des Jahres ist die Autobiografie von Klaus Teuber „Mein Weg nach Catan“ erschienen. Darin geht es noch nur um Catan, sondern wie der Titel schon andeutet, um den Weg dorthin. Auch wenn ich die Einschübe mit dem „Berufswunschgeist“ für nicht so gelungen halte, ist der Rest aus einer Sicht sehr lesenswert. Im weitesten Sinne geht es darin auch um Angebot und Nachfrage, jedenfalls auf dem Markt für Brettspiele. Die Entwicklung hin zu einem weiten Spektrum an unterschiedlichen Spielen, vor allem aber auch an Spielen für alle Altersgruppen, ist durchaus interessant.

Angebot und Catan
Spielt nur mit Schutz!

Zweifelhaftes Angebot

Das Buch von Teuber habe ich mir als eBook gekauft. Ja, ich weiß. Damit unterstütze ich keinen Händler vor Ort. Für mich ging es jedoch darum, es schnell und günstiger zu bekommen. Online als eBook bekommt man es leider nur von den großen Ketten. Hier fehlt meiner Meinung noch ein Angebot vom kleinen Buchhändler um die Ecke.

Eigentlich wollte ich jedoch über etwas anderes, sehr absurdes schreiben. Für meinen 3-D-Drucker habe ich noch 700 ml Isopropanol zur Reinigung des Druckbetts. Damit sollte ich sparsam umgehen, da der Nachschub derzeit zusammengebrochen ist. Oder aber ich vergolde es, in dem ich draus in Heimarbeit Desinfektionsmittel herstelle. Das Rezept der WHO sieht nämlich so aus:

752 ml Isopropylalkohol (99,8 % Vol.), 42 ml Wasserstoffperoxid (3-prozentig), 15 ml Glycerin und 192 ml abgekochtes oder destilliertes Wasser

Das ergibt 1 Liter Desinfektionsmittel. In einer Apotheke in Nippes werden zur Zeit 50 ml für etwas über 9 Euro verkauft. Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis. Vor drei Wochen habe ich für einen Liter Isopropanol 8 Euro bezahlt. Mal eben auf die Schnelle 160 Euro Umsatz machen? Klingt verlockend. Ja, ich habe den Eindruck, dass es eine Reihe von Profiteuren geben wird durch die Corona-Krise.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren