Ausnahmezustand für Hamster

Ausnahmezustand für Hamster

Wie ein Damoklesschwert schwebt der Ausnahmezustand auch über Deutschland. Es wäre ein vernünftiger Schritt zur Eindämmung.

Genug vom Thema

Mittlerweile fällt mir das Thema Corona-Virus selber auf die Nerven. Auch hier im Blog mag ich nicht mehr davon schreiben. Allerdings ist mein Kopf einfach so mit der Sache beschäftigt, dass ich keine anderen Gedanken klar fassen kann. Dazu habe ich gerade noch mit Kunden zu tun, der unmögliches Verhalten mir in meinem ganzen bisherigen Berufsleben nicht untergekommen ist. Print Design ist nicht gleich Webdesign. Das ändert auch nichts, wenn man seinen Mann vorschickt oder eine Kollegin anrufen lässt.

Kindergarten, so was. Der ist allerdings zur Zeit geschlossen. Was nicht wenige davon abhält, ihren privaten Kindergarten zu organisieren. Heute Morgen gab es eine deutliche E-Mail vom Nachbarschaftsverein mit der dringen Bitte, sich an die behördlichen Empfehlungen zu halten. Der NRW-Familienmister Dr. Joachim Stamp wird sehr deutlich. Es könne nicht sein, dass nun in Nachbarschaften oder Betrieben Ersatz-Kitas zu gegründet würde oder große Picknicks auf der grünen Wiese zu veranstalten: Eltern sollen ihre Kinder in den eigenen vier Wänden betreuen.

Hier in der Siedlung hält sich niemand dran. Das gleiche Klientel neigt im Übrigen verstärkt zu Hamsterkäufen – gut erkennbar dran, dass gestern zuerst die Vorräte im Bioladen in Nippes ausverkauft waren. Während es beim normalen Bäcker noch Brot gab, war das Bio-Brot früh ausverkauft.

Ja, ich wünsche mir den Ausnahmezustand herbei. Das draußen die Kinder in großen Gruppen spielen, macht mich fassungslos. Ich will auch kontrolliert Zugänge zu Supermärkten und strickte Vorgaben für den Verkauf. Hamsterkäufe muss unterbunden werden.

Ausnahmezustand bei Klopapier
Ausnahmezustand bei Klopapier

Haushalt im Ausnahmezustand

Am vergangenen Samstag gab es bei RWE in der Nähe noch ausreichend Klopapier. Zu Hause hatten wir noch genügend, sodass ich keins kaufte. Man sollte vernünftig sein und muss nicht horten. Gestern und heute: alles weg. Weil andere sich wie Idioten verhalten. Idioten, die wohl auch in großen Gruppen am Aachener Weiher in Köln feiern. Ist ja schönes Wetter und schließlich hat man „frei“.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet rief dazu auf, zu Hause zu bleiben. Deutlich sagte er: „Es geht um Leben und Tod – so einfach ist das.“ Das geht ganz offensichtlich nicht in die Köpfe rein. Meiner Meinung führt daher an einem Ausnahmezustand kein Weg vorbei. Wenn Einsicht fehlt, müssen eben andere Wege beschritten werden.

Bezüglich unseres zuneige gehenden Klopapiers habe ich jetzt noch eine Bezugsquelle gefunden. In einem Online-Shop für Bürobedarf. Soll in zwei Tagen geliefert werden. Mal sehen, ob das auch passiert.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren