Bei Bestellungen im Ausland kann es auch Brettspieler mit Zollgebühren mitunter kalt erwischen. Vor allem die Post langt dabei zu.

Pimp das Spiel

Das ich mittlerweile gerne Lieblingsspiele aus meiner Sammlung pimpe, ist kein Geheimnis mehr. Angefangen hat es mit gebastelten Boxen aus Pappe für Firefly. Dann kamen Einsätze aus Schaumpappe, mittlerweile steht ein 3D-Drucker zu Hause. Alles kann man aber nicht drucken. Metallmünzen und andere Dinge muss man nach wie vor kaufen. So habe ich mir bei FantasyWelt das Upgradematerial für Root gekauft. Ausdrucke, Farbe kaufen, grundieren und bemalen wäre deutlich teurer und langwieriger gewesen.

Die Bestellungen bei FantasyWelt sind zumindest bei mir immer ohne Probleme verlaufen. Bisher galt das auch für Dinge, die ich in den USA im Store von BoradGameGeek bestellt hatte. Das waren unter anderem ein Promo-Plättchen für Hyperborea oder aber Stoffsäcke für Great Western Trail, die das Mischen der Plättchen erheblich vereinfachen. Bisher hatte ich dabei stets nur die Bestellung zuzüglich Versandkosten bezahlt. Auch die Lieferzeiten waren bei wirklich hoch.

Diesmal jedoch sah es ganz anders aus. Für Robinson Crusoe bestellte ich das GeekUp Bit Set. Für 25 Dollar erschien mir das nicht so teuer. Hinzu kamen noch Versandkosten in Höhe von $7,59 — geht alles noch. Am 4. Februar bestellte ich, versendet wurde es einen Tag später. Seit heute Morgen halte ich es endlich in den Händen.

Zollgebühren und Post-Aufschlag

Zollgebühren und Post-Aufschlag

Zuschläge bei Zollgebühren

Eigentlich klingelte der Postbote bereits gestern bei uns. Allerdings wollte er von mir 11,59 Zollgebühren haben. Bezahlen konnte ich ihn nicht. Ihm war es nämlich nicht möglich, 20 Euro zu wechseln. Gestern Abend gab es dann die Lieferung angeblich noch nicht in der Filiale. Die Mitarbeiter dort sagte mir, dass allenfalls Pakete am selben Tag von dem Zusteller dort abgegeben würden. Merkwürdig nur, dass sie vor einigen Monaten genau das Gegenteil erzählt hat, als ich ein Paket abholen wollte.

Nun denn, heute Morgen vor der Arbeit lief es reibungslos. Allerdings wollte oder konnte mir dieselbe Mitarbeiterin nicht sagen, warum die Zollgebühren denn so hoch sind. Umgerechnet entsprechen sie der Hälfte des Warenwertes — dachte ich.

Zu Hause schaute ich mir dann den Beleg noch mal genauer an. Auch die Papiere vom Zollamt im Frankfurt. Tatsächlich betrugen die lediglich Zollgebühren 5,59 €. Auf der Website des Zolls ist das auch transparent dargestellt. Die Gebühren orientieren sich am Warenwert. Das erklärt, warum ich bei vergangenen Bestellungen in den USA keine Zollgebühren zahlen musste.

Die Post selber hat dann noch mal 100 Prozent aufgeschlagen als „Auslagepauschale“. Ehrlich, so was finde ich ziemlich frech. Aber vielleicht ist das ja so eine Art Notopfer-Post, zur Erhaltung des Unternehmens.

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