Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Guter Wille ist bei vielen Kinder vorhanden und schleift sich erst im Alter ab. Menschen wie Friederich Merz täuschen ihn dagegen nur vor.

Merz Gefallene

Die Todesopfer der Revolutionen in Wien und Berlin 1848 werden als Märzgefallene bezeichnet. Das ä macht hier den Unterschied, denn Friedrich Merz schreibt sich eben anders. Todesopfer im Zusammenhang mit im gibt es nicht zu beklagen, lediglich den politischen Tod sind einige gestorben. Zuletzt etwa AKK. Wobei hier ein Selbstmord nicht auszuschließen ist.

Wie dem auch sei, Friedrich Merz ist wieder zurück auf der Bühne. Selbstverständlich hat er bereist einen hervorragenden Vorschlag für einen Parteivorsitzenden, jetzt wo der Posten wieder vakant ist. Sich selber. Er möchte einen Beitrag leisten, dass das Gesindel wieder verschwindet. Ob er damit die AfD und Merkeltreue Parteimitglieder meint, lässt er dabei offen.

So was wie guter Wille sollte man Friedrich Merz nicht unterstellen. Wille schon, aber eben unbedingter Wille zur Macht. Daher sind seine Absichten ziemlich durchschaubar. Ob so jemand dann auch tatsächlich Kanzler wird, sei mal dahin gestellt.

Von der großen Bühne zu kleinen Schauplätzen. So was wie guter Wille ist tatsächlich weit verbreitet. Allerdings gibt es dieses hässliche Zitat „The road to hell is paved with good intentions“. Gut gemeint ist nicht auch automatisch gut gemacht. Guter Wille enthält immer auch ein Stück Naivität. Letzteres trifft wohl auch auf die Kinder in der Nachbarschaft zu, die gestern Zettel in den Briefkästen verteilten.

Guter Wille zählt

Guter Wille zählt

Kinder und guter Wille

Man kann von dem Zettel halten, was man will. Hier war definitiv guter Wille am Werk. Rechtschreibung wird dabei zu Nebensache. Ganz persönlich finde ich es auch wichtiger, sich zu äußern, den Mut aufzubringen als auf korrekte Rechtschreibung zu achten. Solange der Inhalt der Botschaft gelesen und verstanden werden kann, ist der Rest Nebensache.

Unbestritten schmelzen die Polkappen. Sogar schneller als ursprünglich erwartet. Verantwortlich dafür sind nicht die Tiere, sondern der Mensch. Der wäre auch theoretisch in der Lage, etwas zu unternehmen. Zumindest, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.

Die Forderungen der Kinder aus der Nachbarschaft:

  • Kein Müll machen
  • Kein Co2 machen
  • Keine Bäume fällen
  • Für Tiere spenden
  • Keine Tiere jagen

Ich bin mir nicht sicher, ob das bereits ausreicht, um die Schönheit der Erde zu erhalten. Und leider ist es nicht so einfach. Müll vollständig zu vermeiden wird wohl nicht möglich sein. Co2 wird weiterhin entstehen, aber es muss kompensiert werden. Bäumen fällen ist unvermeidbar. Hier muss man genau auf den Kontext achten. Bäume fällen, um Weidefläche für Rinder zu schaffen ist keine gute Idee. Bäume aus ökologischer Forstwirtschaft zu fällen, um daraus nachhaltige Holzhäuser zu bauen, in jedem Fall schon.

Keine einfachen Lösungen

Guter Wille geht leider viel zu häufig von einfachen Lösungen aus. In der Realität sind die aber Mangelware oder aber brandgefährlich. Keine Tiere jagen, ich interpretiere jetzt mal, auch keine Tiere essen, löst auch nicht alles. Meiner Meinung nach kommt es auf Ausgewogenheit an. Hochgradig industriell verbreitet Produkte als Fleischersatz sind für mich keine Alternative.

Dennoch und das möchte ich ausdrücklich hervorheben: Über Zettel wie diesen freue ich mich im Briefkasten. Sie sind ein Hoffnungsschimmer.

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