Erinnerungen verschlechtern

Erinnerungen verschlechtern

To-do Listen sind nützliche Helfer im Alltag und bei der Arbeit. Die dazugehörige App Erinnerungen von Apple wird allerdings zunehmend unbrauchbar.

Hinausgezögertes Upgrade

Lange habe ich gewartet, um meinem iMac mit macOS Catalina upzugraden. Die Erfahrungen habe mir in den letzten Jahren gezeigt, dass man lieber etwas warten sollte. Kinderkrankheiten bei einer neuen Version gibt es genau so wie Inkompatibilität genutzter Software. So dauerte es etwas, bis es zum von mir verwendeten Lightroom Classic endlich einer 64-Bit-Version gab. Das ist wichtig, weil unter Catalina keine 32-Bit Programme mehr laufen.

Zudem sah ich keine Notwendigkeit, unbedingt das neue OS haben zu müssen. Keine der Neuerungen haute mich vom Hocker. Das Einzige, was eventuell interessant gewesen wäre: Sidecar. Das aber läuft nicht mir meinem „alten“ iPad Air 2. Und schließlich gibt es noch den Spruch „never change a running system“. Auch nach über drei Monaten hielt ich mich daran. Nur die ständigen Erinnerungen an vorhanden Updates vielen mir so langsam auf die Nerven.

Nach dem ich mich versichert hatte, dass alle benötigten Programm lauffähig sein würden und ein vollständiges Backup erstellt war, wagte ich am vergangenen Sonntag dann doch den Schritt zu macOS Catalina. Das lief erstaunlich reibungslos, bis auf die übliche „noch eine Minute“, die bei Apple ein sehr dehnbarer Begriff ist.

Bunte und nutzlose Erinnerungen
Bunt, aber nutzlos

Nutzloses Erinnerungen

Was meinen täglichen Workflow angeht, bin ich ein hoffnungsloser Romantiker. Bevorzugt halte ich an dem fest, was sich bei mir bewährt hat. Einfachen Tools gebe ich dabei gerne den Vorzug. Dazu gehört etwa die App Erinnerungen von Apple. Diese verwende ich sowohl unter macOS als auch inter iOS. Mal eben schnell etwas notieren, fertig. Auch praktisch, wenn man eine bestimmte Aufgabe regelmäßig erledigen muss oder sie für einen festgelegtes Datum einplanen möchte.

Nach wie vor fehlt unter macOS eine Applikation wie Outlook von Apple — Termine, E-Mails und Aufgaben an einem Platz. Gab es mal, aber die Zeiten von Claris sind lange vorbei. Nun denn, mit der Aufgabenliste als einzelne Applikation kam ich bisher gut zurecht. Das hat sich leider geändert. In der neuen Version ist die Synchronisierung spürbar träger geworden. Man kann dem sogar zusehen. Erledigte Aufgaben verschwinden erst, wenn man eine andere Liste auswählt. Gerade das macht mich wahnsinnig.

Die Oberfläche wurde bunter, die Bedienung umständlicher. In einem Rutsch lässt sich nicht mehr Datum und Uhrzeit eintragen. Der Tiefpunkt ist jedoch der Umstand, dass Copy and Paste nicht mehr funktioniert. Das was in Erinnerungen steht, lässt sich nicht übertragen, auch nicht ausdrucken. Bekannt ist das wohl schon seit dem vergangenen Herbst.

Ehrlich, mich macht das sauer. Erneut wirft das die Frage auf, ob Apple noch auf dem richtigen Kurs ist beziehungsweise, ob ich noch auf dem richtigen Schiff bin. Auf jeden Fall habe ich mir vorgenommen, in absehbarer Zeit Outlook zu testen.

2 Replies to “Erinnerungen verschlechtern”

  1. Ich kann Microsoft To Do empfehlen. Mittlerweile haben sie es tatsächlich hinbekommen, dass es ein Ersatz für Wunderlist ist, was die Macher ja vorher gebaut hatten. Wenn du eh ein Auge auf Outlook geworfen hast, dürfte es für dich sogar noch interessanter werden.

  2. Microsoft To Do hab ich mir gleich gestern installiert. Damit geht copy and paste zwar auch nicht, aber die App läuft deutlich runder und schneller als die Erinnerungen von Apple. Das Thema Wunderlist ignoriere ich mal lieber, das ist nämliche eine hässliche Baustelle…

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren