Verärgert ins Wochenende

Verärgert ins Wochenende

Immer wieder freitags nachmittags tönt die Feierabendmusik durch die Firmen. Verärgert möchte niemand ins Wochenende gehen.

Ausspannen ohne Ärger

Traditionell ist Freitag ein Freudentag für viele Arbeitnehmer angesichts des bevorstehenden Wochenendes. Seine Frust und Ärger lässt man in der Firma, denn verärgert möchte niemand seine freien Tage verbringen. Das Loslassen gelingt leichter, wenn man noch einen Weg nach Haus zurücklegen muss. Unterwegs zu sein, macht den Kopf frei, es sei denn man steht irgendwo im Stau oder in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln. Gerade am Freitag ist so was leider häufiger der Fall. Im Home Office dagegen ist man zwar staufrei im Feierabend, aber es fehlt mitunter die Distanz.

Den Computer kann man sofort abschalten, aber bei einem selber gelingt das nicht so einfach. Mir hingen gestern noch mehre E-Mails einer Kundin im Kopf, über die ich mich aufgeregt habe. Ganz ehrlich, was ist so schwer dabei, eine Webseite aufzurufen und dort Benutzername und Passwort einzugeben? Angeblich gibt das nicht. Ich hatte das mehrfach geprüft, auch mit unterschiedlichen Browsern.

Jetzt möchte die Kundin gerne per Screensharing betreut werden. Weil das ja nicht genug ist, einem das Wochenende zu ruinieren, lag gestern noch mein aktueller Rentenbescheid im Briefkasten. Mich wundert, dass die noch nicht auf die Idee gekommen sind, Werbung vom Baumarkt beizufügen — etwa dann, wen Dübel und Seile im Angebot sind.

Verärgert braucht Abhilfe
Everdell zum Wochenende

Verärgert über vieles

Man könnte mich einen Grantler nennen, aber die Gründe verärgert zu sein, wurden dann immer mehr. Bisher zögere ich noch, bei meinem iMac auf macOS Catalina upzugraden. Ich Arbeit täglich mit Photoshop und Lightroom, beides ist noch nicht zu 100 Prozent angepasst an die neuste Version des Betriebssystems. Catalina kam jetzt auch wirklich so überraschend, dass man einem so großen Softwarehersteller wie Adobe keine Vorwürfe machen kann.

Ironie Modus wieder aus. Wirklich gefreut hätte ich mich, bei Lightroom dann mit der neuen „Sidecar“ genannten Funktion mein iPad air 2 als zweiten Bildschirm zu nutzen — ganz ohne irgendwelche zusätzlichen Apps. Draus wird aber nichts, denn Apple beschränkt diese Funktion auf jene Geräte, die mit dem Apple Pencil kompatibel sind. Einen technischen Grund gibt es nicht, es ist einfach so eine Beschränkung. Man soll sich halt gefälligste neue Hardware kaufen, auch wenn die alte noch sehr zuverlässig arbeitet und gerade erst auf das neue iPad OS aktualisiert wurde. Ja, auch deshalb bin ich verärgert.

Kann man da noch einen drauf setzen? Klar, geht. Wie die Hyänen fallen einige sogenannte Brettspielrezensenten über Tapestry. Die Gebäude seine völlig nutzlos und überproduziert. Die gleichen feiern jetzt Era — ein mit viel Plastik zugemülltes Würfelspiel, was erheblich hässlicher aussieht als Roll Through The Ages.

Einen Anlass zur Freude schickte mir gestern Abend dann die Alte Wollkämmerei Leipzig. Everdell in der Collectors Edition. Vielleicht wird doch noch was aus dem Wochenende.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren