Bestandsverwaltung bei Brettspielen

Bestandsverwaltung bei Brettspielen

Mit steigender Zunahme von Brettspielen in der eigenen Sammlung wird eine Bestandsverwaltung nötig. Das richtige Tool zu finden ist dabei nicht leicht.

Gretchenfrage für Brettspieler

„Nun sag, wie hast du’s mit der Ordnung? Du bist ein herzlicher guter Mensch, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“ — Die bekannte Frage von Margarete aus Goethes Faust, leicht abgewandelt. Menschen, die nur ein Buch im Regal stehen habe, sind mir ähnlich suspekt wie diejenige, die auf die Frage, ob sie auch Brettspiele haben, lediglich eine Sachte mit „50 Spiele in einem“ hervorholen. Das Spannendste, was sich damit noch machen lässt, ist andere mit Mikado-Stäbchen zu piken.

Aber mal im Ernst. Wer nur eine Handvoll Spiele sein eigen nennt, braucht sich um deren Ordnung oder so etwas wie eine Bestandsverwaltung nicht zu kümmern. Was man hat, fällt sofort ins Auge. Zumindest, solange es nicht voller Scham in einer Kiste versteckt ist oder im Keller verstaubt.

Für alle anderen von uns gilt, dass die Sammlung umso unübersichtlicher wird, je weiter sie anwächst. Mir ist das noch mal sehr bewusst geworden, als ich in den letzten Wochen meine Spiele radikal ausgemistet habe. Im Regal konnte ich Schätze entdecken, von denen ich nicht mehr wusste. Und das trotz Bestandsverwaltung.

 

Bestandsverwaltung im Regal
Teil der Brettspielsammlung

Selbstgebastelte Bestandsverwaltung

Für die Bestandsverwaltung habe ich bisher einfach alles Spiele in Evernote erfasst. Das ging recht schnell, es mangelte aber ganz offensichtlich an Übersichtlichkeit. Ich hatte lediglich einen Ordner, in dem jedes Spiel als Notiz vorhanden war. Filtern ließ sich das Ganze allerdings nicht. Eine Bestandsverwaltung mit einer Tabellenkalkulation wäre vermutlich besser gewesen. Aber seien wir ehrlich, eigentlich ist weder Excel noch Numbers dafür gedacht. Es ist eine typische Aufgabe für eine Datenbank. So eine wollte ich mir nicht selber basteln — obwohl mit Brettspiel-Rezesionen.de so was Ähnliches entsteht.

Natürlich gibt es mittlerweile die eine oder andere App, mit der sich der eigene Bestand an Brettspielen verwalten lässt. So richtig zufrieden hat mich aber bisher keine davon gestellt. Möglicherweise erwarte ich auch zu viel und hätte gerne so was wie Board Game Stats für die Bestandsverwaltung.

Dabei ist die Lösung des Problems eigentlich recht einfach, wenn man sich von dem Gedanken an eine separate App verabschiedet. Die mit Board Game Stats erfassten Partien werden zu BoradGameGeek durchgereicht— Das ist eigentlich die Anlaufstelle für Brettspieler. Ja, es gibt das eine oder andere (deutschsprachige) Nischenprojekt. Umfassender als BGG ist aber keines davon. Hier ist wirklich alles an einem Platz. Ganz „nebenbei“ lässt sich auch die eigene Sammlung erfassen und verwalten. Datenschutz? Meine Sammlung ist kein Geheimnis, im Gegenteil.

Aber möglicherweise gibt es noch eine andere Lösung dort draußen, die nur darauf wartet wachgeküsst zu werden.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren