Begegnungen der dritten Art

Begegnungen der dritten Art

Im Alltag lassen sich selten Begegnungen mit unliebsamen Mitmenschen vermeiden. So manche Situation möchte man dabei gerne vergessen.

Brückentag mit Folgen

Ein Feiertag mit angeschlossenem Brückentag und Wochenende ist wie ein kleiner Urlaub. Selbst das Wetter kann einem keinen Strich durch die freie Zeit machen, wenn man die Tage bei Regenwetter gut gelaunt drinnen bei Brettspielen verbringt. Oder aber endlich eine Serie vor dem Fernseher sitzend zu Ende durchschauen kann.

Meine Frau und ich haben auf diese Weise die zweite Staffel von „Disenchantment“ durch bekommen. Die erste Staffel hat uns recht gut gefallen, aber wir können uns beide nicht mehr daran erinnern, wann wir sie gesehen haben. Das ist auch das große Problem bei Serien. Man verliert zwischen den Staffeln den Handlungsfaden. Mir persönlich macht es mittlerweile keinen Spaß mehr, die vorherige Staffel erneut anzuschauen.

Wie dem auch sei, die zweite Staffel von Disenchantment gefiel uns nicht. Die Witze und Anspielung waren nur noch lauwarm, das Ende mit Cliffhanger eine absolute Enttäuschung. Von daher werden nichts verpassen, wenn wir wie geplant am Ende des Jahres Netflix kündigen werden. Alles kann man ehedem nicht sehen und mittlerweile verbinden wir mehr Zeit denn je am Spieltisch mit Brettspielen. Etwa mit Tapestry, bei dem wir es mittlerweile auf sieben Parteien kommen. Kommen wir aber mal zu den Begegnungen in den letzten beiden Tagen.

Menschen und Begegnungen
Menschen und Begegnungen

Folgenlose Begegnungen

Als wir vorgestern auf dem Weg zu einem Spielenachmittag / -abend waren, hatten wir eine Gruppe Menschen in der S-Bahn. Eine sehr spezielle Gruppe. Nachmittags mit Bierflaschen, sowohl die Frau als auch die drei Männer. Sie warne etwa Mitte zwanzig um vom Bildungsniveau her — vielleicht gerade den Hauptschulabschluss geschafft.

Ich hab hier keine Vorurteile, wirklich nicht. Es gibt aber Menschen, die einfach nur dumm sind. Das muss man als Tatsache so akzeptieren. Begegnungen mit ihnen können trotz drolligen Verhaltens harmlos verlaufen. Wäre es auch in diesem Fall, wenn sie denn nicht über Greta Thunberg hergezogen wären. Auf den Punkt gebracht sei sie es Schuld, dass der Vater eines der vier Flaschen sammeln müsse, um seine Rente aufzubessern. Besser wäre es gewesen, wenn der Vater von Greta 2013 ein Kondom benutzt hätte.

Wie gesagt, mit dem Hauptschulabschluss bin ich mir nicht sicher, denn Mathematik fließt auch in die Zeugnisnoten mit ein. Eingemischt habe ich mich nicht, war auch wohl klüger so.
Von den weiteren Begegnungen ist mir noch eine gestern in einem Spieleladen hängen geblieben. Ein Pärchen, sichtlich spielebegeister wie meine Frau und ich. Wir haben uns etwas länger über Everdell und das Brettspiel „U-Boot„ unterhalten

Händler sterben leise

Im Nachgang dazu heute Morgen weiß mich der Gedanke nicht los, auf welche Weise die Fachhändler gemeuchelt werden. Die Zunahme von Kickstarter bei Brettspielen gräbt an ihrem Geschäft. Insbesondere dann, wenn später zwei verschiedene Versionen auf den Markt kommen. Eine, die sich nur beim Hersteller selber beziehen lässt und dann eine abgespeckt Version für den Einzelhandel.

Oder etwas Verlage wie Schwerkraft, die über Monate, fast schon Jahre bestimmte Spiele oder Erweiterung exklusive nur selber verkaufen. Fair sieht anders aus. Was uns fehlen wird, stellen wir dann fest, wenn wir Spiele nicht mehr vor Ort anschauen können, sondern nur noch online bestellen. Beim Onlineshopping trifft man niemanden. Keine Begegnungen, die den Kreis der Mitspieler vergrößere oder den eigenen Horizont erweitern.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren