Monat der Spiele

Monat der Spiele

Mit dem Ende des Septembers beginnt im Oktober das letzte Quartal des Jahres. Vorm vergangenen Monat bleibt ein Schnelldurchlauf.

Lieblingsmonat zu kurz

Einmal nur kurz nicht hingesehen, schon ist der September vorbei. Währen es draußen ordentlich regnet, mache ich mir Gedanken, wie ich meinen Lieblingsmonat verbacht habe. Habe ich den Monat wirklich voll ausgeschöpft, konnte ich sonnige Herbsttage nutzen. Eher nicht, fürchte ich. Alles ist irgendwie zu kurz gekommen. Insbesondere trifft das aufs Wandern zu. Also nichts mit Genuss der Herbsttage und schlurfen durch buntes Laub. Auch beim Zwiebelkuchen blieb es nur bei einer einmaligen Aktion, entgegen unserer sonstigen Gewohnheit. Allerdings liegt das hier wohl eher daran, dass wir mittlerweile nicht mehr ganz so heiß auf Federweißer und Zwiebelkuchen sind. Besser kommt bei uns Flammkuchen und ein guter Weißwein an.

Zumindest in einer Hinsicht konnte der Monat September voll und ganz überzeugen. Nämlich in Bezug auf die gespielte Brettspiele. Trotz Urlaubende und Beginn der Schulzeit bei meiner Frau sieht der September im direkten Vergleich zum August erheblich besser aus. Während wir im August auf gerade mal 25 Partien kamen, waren es im September mit 52 Stück mehr als doppelte so viel. Interessant bei der Statistik ist natürlich, wie sich das auf die Spiele verteilt.

Noch im Monat September angekommen
Tapestary in Nippes angekommen

Gewinner im Monat

Im Monat September gibt es einen ganz klaren Gewinner. Mit 21 Partien trägt „Oh my Goods!“ erheblich zur Statistik bei. Mittlerweile haben wir die Kampagne von „Longsdale in Auffuhr“ zum zweiten Mal durchgespielt, um auch die Auswirkungen zu sehen, wenn man sich anders entscheidet. An der ersten Kampagne des Solo-Modus sind wir gestern knapp gescheitert. Und ja, die Kampagne lohnt sich auch noch, wenn man sie durchgespielt hat.

Bevor wir uns an andere Spiele wagen, werden wir im Anschluss noch die Kampagne der zweiten Erweiterung spielen.
Auf Platz 2 der Statistik für den Monat September befindet sich mit 14 Partien „Undaunted: Normandy“, gefolgt mit 8 Partien „Architekten des Westfrankenreichs“. Alles Weitere läuft unter „ferner liefen“.

Oktober bedeutet auch immer, dass die Spielemesse in Essen ansteht — diesmal sind wir zumindest an einem Tag vor Ort. Aber vorab trudeln schon Neuheiten ins Haus, vor allem Tapestry.

Bevor ich mich dazu äußere, möchte ich es gespielt haben. Und vor einer abschließend Bewertung sollten es mindestens zehn Partien sein, die ich gespielt habe. Mich wundert dabei wirklich, wie schnell so manche deutsche YouTuber ihr Video zu dem Spiel raushauen. Die ersten Exemplare in Deutschland waren nicht vor letzter Woche Donnerstag da, mein Exemplar hatte ich gestern Abend in den Händen.

Vorschnelle Urteile

An dieser Stelle möchte ich ja nichts unterstellen, aber nicht ohne Grund halte ich es für wichtig, ein Spiel mehrmals gespielt zu haben, bevor man ein Urteil fällt. Ja, Tapestry ist vermutlich nicht das, was einige von uns unter einem Civilization Spiel verstehen (wobei der Begriff ja dehnbar ist). Wichtig für mich am Ende des Tages ist jedoch immer, ob ein Spiel Spaß macht oder nicht. Mit Ancient Civilizations of the Inner Sea habe ja auch so einige ihre Probleme, während meine Frau und ich uns köstlich mit dem Spiel amüsiert haben.

Ein sehr lauter Vorwurf hinsichtlich Tapestary ist, dass es zu teuer sei und Gebäude enthält, die eigentlich nicht erforderlich sind. Sie dienen nur der reine Optik. Mhm, nun ja. Wenn ich mir so manche Kickstarter-Kampagne anschauen und auch das, was CMON so raushaut, ist Tapestary nicht alleine auf weiter Flur.
Abgesehen davon, für einen Wargamer ist alles, was aus mehr als Pappcountern besteht, überproduziert.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren