Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Schummerige Beleuchtung in Kneipen erfüllte einen ganz bestimmten Zweck. Niemand sollte Zeuge seines eigenen Absturzes werden. Zudem gelang es bei gedimmten Licht deutlich leichter, sich die Sachen schön zu trinken.

Die Begleitung gegenüber, die Arbeit, den Tag oder gleich das ganze eigene, beschissene Leben. Für Stephan traf alles zu, abgesehen von der Sache mit der Begleitung. Wie immer saß er alleine am Tisch in seiner Lieblingskneipe. Sie hatte sich für ihn allein durch den Umstand qualifiziert, dass sie wenige Schritte von seiner Wohnung entfernt lag. Selbst nach heftigen Abstürzen schaffte es Stephan von ihr zurück nach Hause, auch wenn er für die Strecke viermal so lange benötigte.

Absturz in der Kneipe

Hoffnungslos verloren

Natürlich wäre auch ein einsames betrinken in den eigenen vier Wänden möglich. Stephan bevorzugte jedoch ein Mindestmaß an Kontrolle. In seinem Fall beschränkte sich diese auf den Besitzt an genügend Bargeld, um sein Besäufnis zu bezahlen. Anders als sonst gab es für ihn heute einen Grund zum Feiern. Andere hielten ihn möglicherweise für makaber, daher verschwieg er ihn. Obwohl ihn wie immer der Rest der Säufer in Ruhe ließ. Jeder war und wollte für sich alleine sein, selbst wenn man den Tod seiner Eltern zu feiern hatte.

Wie geplant ertränke Stephan sein Gedanken in reichlich Alkohol. Im Strudel abwärts gerieten die Gefühl für seine Eltern durcheinander.

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