Jährlicher Feiertag im Blog

Jährlicher Feiertag im Blog

Der wichtigste jährliche Feiertag hier im Blog ist der 10. Juli. Vor sechzehn Jahr startete an dieser Stelle mein Blog, die Domain selber ist etwas älter.

Erste Schreibversuche

Ob Autor, Journalist oder anderweitig schreibend. Irgendwann in irgendeinem Interview werden sie gesagt, seit wann sie denn angefangen haben zu schreiben. Manche Selfpublisher gehen damit auch ganz offenherzig hausieren. Nun, was das Thema Schreiben angeht, habe ich für meinen Teil schon vor langer Zeit angefangen. Nicht nur für mich im stillen Kämmerlein, sondern ähnlich wie im Blog öffentlich.

Vor mir liegt eine Schülerzeitung aus dem Sommer 1988. Mir ist sie beim Aufräumen in die Hände gefallen und wir wohl auch, wie vieles andere, im Altpapier landen. Im Impressum stehe ich als „Chefredakteur“. Für Engagement damals bekam ich eine besondere Erwähnung auf dem Abschlusszeugnis der 10. Klasse der Realschule. Abgeschreckt durch ein Berufspraktikum fing ich dann keine Lehre an wie so viele aus meiner Klasse, sondern wechselte in die Oberstufe des Gymnasiums. Auch da schrieb ich wieder für die Schülerzeitung. Die hieß damals „Wir“ und erschein nicht so regelmäßig wie ich es noch von der Realschule kannte. Außerdem gefiel mir der Stil der Redaktionsleitung nicht. Kurzum, zusammen mit einem Mitstreiter und vielen Helfer starteten wir eine alternative Schülerzeitung, die „Uns“. Sie war von Anfang an als Gegenbeispiel gedacht sein und sollte nur eine Ausgabe habe. Immerhin mit einer Auflage von 600 Stück. Noch heute muss ich schmunzeln, wenn ich an dieses Husarenstück denke.

Jährlicher Rückblick auf meine Schreibtätigkeit
Alte Schülerzeitungen

Blog mit jährlicher Gedenkstunde

Natürlich blieb eine heftige Gegenreaktion der „Wir“ nicht aus. Die Ausgabe Nr. 26 liegt hier vor mir, auch sie wird wie die „Uns“ ins Altpapier wandern. Alte Erinnerungen. Jahre her, Zeit, die Sentimentalität hinter sich zu lassen. In Bezug auf das Schreiben habe ich mich weiterentwickelt. Gut erkennen lässt sich das hier im Blog, besonders dann, wenn ich jährlich einen Rückblick wage.

Die alten Artikel sind nach wie vor eine Art Tagebuch, öffentlich geführt. Aber nicht alles, was ich empfinde und erlebe, steht hier zu lesen. Es gibt einen Filter bei mir, der nicht alles durchlässt. Manchmal funktioniert er ganz gut, an anderen Tagen weniger.

In Bezug da Schreiben ist aber trotz Phasen mit fester Überzeugung nicht mehr daraus geworden. Weder wurde ich Journalist noch Romanautor. Bei Letzterem sollte man ja nie die Hoffnung begraben, aber einen Rückschlag habe ich nach wie vor nicht verwunden.

Wenn ich mich hier jährlich im Blog an den Anfang der Website erinnere, komme ich auch immer zur Frage, wie und ob es weitergeht. Und jedes Jahr läuft es auf ein sehr positives JA! hinaus. Auch wenn meine Texte hier nur wenige interessieren, mir macht das tägliche Trockenschwimmen nach wie vor Freude — selbst nach 16 Jahren.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren