Pinguine in Gefahr

Pinguine in Gefahr

Pinguine sind mehr als das, was im Kühlregal als Milchprodukt liegt. Eher unauffällig werden die Tiere Opfer des Artensterbens.

Ganz weit weg

Pinguine kenne ich aus dem Zoo und aus irgendwelchen Tierdokumentationen. In freier Wildbahn habe ich noch keine gesehen. Das liegt eindeutig an ihrem bevorzugten Lebensraum, der mir persönlich zu kalt wäre.

Das nicht Tierfilmer, sondern Pinguine vom Aussterben bedroht sind, ist mir bisher entgangen. Wenn man sie im Film sieht, dann tauchen eher in großen Massen. Sie watscheln lustig vor sich hin, aber man bekommt keinen richtigen Bezug zu ihnen. Sie sind einfach zu weit weg. Ganz anders sieht es bei Delfinen aus. Die leben zwar auch nicht in der Nachbarschaft, aber sie sind im Bewusstsein deutlich stärker verankert. Beim Kauf von Thunfisch achte ich immer drauf, dass dafür kein Delfin sterben musste.

Wie dem auch sei, als Gefährder für Pinguine habe ich mich bisher nie gefühlt. Daher hat es mich auch erwischt, als ich heute wie einige andere Bewohner der autofreien Siedlung einen Zettel im Briefkasten fand. Verteilt und erstellt wurde er von Kindern aus der Nachbarschaft. Ihnen geht es offensichtlich nicht so gut. Den Pinguinen, nicht etwa den Kindern. Die kann man eigentlich erstmal loben für ihr Engagement.

Pinguine in Gefahr
Pinguine in Gefahr

Rettet die Pinguine

Der Zettel liest die Gefahren von Pinguinen auf. Wie wir immer schon wussten, sind die Tiere für uns Menschen gefährlich. Wegen der Fischernetze, Fabriken, Öl, Booten Eiersammlern, Baggern, Müll. Der große Verdächtige „Klimerwandel“ ist natürlich auch dabei. Nein, ich mache mich nicht lustig über die Kinder. Ich finde es niedlich. Tatsächlich können wir laut Zettel eine ganze Menge zur Rettung der Pinguine tun. Etwa weniger Fisch esse, keine Eier klauen oder Kaufen oder etwa Briefe an die Präsidentin schreiben .Na ja, und Bio-Eier wären genau so ok wie Bio-Fleisch.

Lasst es mich so ausdrücken, es gibt noch viel Luft nach oben. Aber der Weg ist definitiv der richtige. Die Eltern können stolz auf ihre Kinder sein, wenn sie sich mutig so weit hervorwagen. Mir persönlich macht es deutlich, warum ich eine ganzen Zeit lang Grundschullehrer werden wollte. Junge Menschen, die noch fest dran glauben, dass Veränderungen möglich sind. Solche Kinder brauchen jede Form der Unterstützung, damit aus ihnen Erwachsene werden, die etwas bewegen. Wir alle können dazu beitragen. Nicht nur durch die Rettung der Pinguine, sonder in dem wir Kinder ernst nehmen. Je mehr Greta Thunbergs es gibt, desto besser ist es.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren