Schachteleinsatz für Magnastrom

Schachteleinsatz für Magnastrom

Über die Qualität des Spiels Magnastorm von Feuerland lässt sich streiten. Dagegen gibt es beim Thema Schachteleinsatz keinen Diskussionsbedarf.

Fehlende Tiefziehteile

In diesem Jahr kamen bereits zwei Neuheiten von Feuerland auf den Tisch, die ohne jede Form von Schachteleinsatz daher kamen. Ja, es gibt ach Ausnahmen wie etwas Flügelschlag. Nur ist dort Feuerland redlich für die Lokalisierung verantwortlich. Das gesamte Design kommt in diesem Fall von Stonemaier Games und weisst wie schon Scythe ein Verstaumöglichkeit des Spielmaterials auf, die ausreichend ist.

Bei Gaja Project und Magnastorm sieht es anders aus. Den Spielen liegen lediglich Cliptüten bei. Bei Gaia Project gibt es nicht mal ein Tiefziehteil aus Pappe, welches aber bei Magnastorm auch sinnbefreit wirkt.

Man kann nachvollziehen, dass der Herstellungsprozess für komplexe Schachteleinsätze möglicherweise komplexer ist als für das Spielmaterial selber. Es wäre aber völlig hinreichend, wenn man den einfach etwas in die Schachtel packt, was sich die Spielerinnen und Spieler dann selber zusammen bauen können — so wie das Ina von Folded Space, welches es zu der Gentes Deluxe Version dazu gab.

Einfach nur Cliptüten, das sieht verdammt sparsam aus. Es steht im Übrigen im keinem Verhältnis zu dem, was die Brettspiele bereits kosten.

 

Fertiger Schachteleinsatz
Fertiger Schachteleinsatz

Schachteleinsatz selber gebastelt

Nach der Erfahrung mit Schachteleinsatz von Gentes war ich motiviert genug, mich an Lösungen für andere Spiele heranzuwagen. Bei Gaja Project fand ich eine Vorlage bei Boardgamegeek, durch die ich mich bei der Umsetzung durchkämpfen musste. Die ganze Zeit wurde ich das Gefühl nicht los, dass ich selber es anders gemacht hätte.
Die erste eigene Herausforderung kam dann mit Cuba Libre. Es gab keine Vorlage, also überlegte ich mir kurzerhand eine eigene Lösung für einen Schachteleinsatz. Ist bei der überschaubaren Anzahl an Spielmaterial nicht wirklich schwierig.

Der nächste Schritt folgte dann bei Magnastorm. Zuerst wollte ich mich dort nicht vom Tiefziehteil trennen, so dass mein erste Versuch für die Tonne war. Die Schildkröten passte nicht in das für sie vorgesehene Fach. Also wurde ich mutiger. Herausgekommen ist jetzt ein Schachteleinsatz, der mich zufrieden stellt. Und den möchte ich teilen.
Vorweg aber noch ein Hinweis, was an Material erforderlich ist:

  • 2 x Cathedral Schaumstoffplatte DIN A3, 5 mm stark
  • Dose mit Stecknadeln
  • Pritt Bastelkleber
  • Pretex Schneidematte im A3
  • Wedo Cutter Skalpell Comfortline
  • Wedo Schneidelineal Aluminium rutschsicher 50 cm
  • Klopapier & Wattestäbchen (zum Klebereste wegwischen)

Abgesehen von den Schaumstoffplatten reicht der Rest für eine ganze Menge Schachteleinsätze.
Die Bastelanleitung dazu gibt es hier — mittlerweile habe ich von Papier und Bleistift auf ein Zeichenprogramm umgestellt, was das Teilen vereinfacht.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren