Salatgurken in Plastik

Salatgurken in Plastik

Als einer der größten Discounter in Deutschland wird ALDI künftig auf in Plastik eingeschweißte Salatgurken verzichten. Die Fische freuen sich.

Plastikfische schmecken nicht

Die Welt nähert sich eine Zustand, wo in den Meeren mehr Plastik als Fische schwimmen. Oder anders gesagt, beim Fischeinkauf benötigt man keine Plastiktüte mehr, denn die ist bereits im Fisch drin. Plastik da wo es möglich ist zu vermeiden, ist dringend geboten. Für das gute Gewissen gibt es Mehrwegbeutel, in denen Obst und Gemüse im Supermarkt anstelle von Plastikbeuteln gepackt werden können.

Gleichzeitig steigt die Popularität der so genannten Unverpackt-Läden. Mittlerweile gibt es etwa Tante Olga zwei Mal in Köln, auch hier in Nippes. Man kauf die Ware lose und füllt sie in mitgebrachte Gefäße. Das vermeidet nicht nur unnötige Verpackung, sondern hat auch noch einen anderen unschlagbaren Vorteil. Es reduziert nämlich auch die Verschwendung von Lebensmitteln. Man muss keine 500g Nudeln kaufen, wenn man lediglich 400g benötigt.

Allen guten Vorsätzen zum Trotz gibt es dennoch eine Menge Waren, die unnötig in Plastik eingeschweißt sind. So etwa die Salatgurken. Als einer der größten Discounter in Deutschland will ALDI künftig darauf verzichten, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Der Artikel klärt seine Leser aber auch über eines der letzten großen Geheimnisse des Lebens auf. Warum zum Henker sind die Salatgurken überhaupt in Plastikfolie eingeschweißt?

Keine eingeschweißten Salatgurken
Keine eingeschweißten Salatgurken

Schrumpfend Salatgurken

Eigentlich ziemlich simpel. Salatgurken bestehen zu 96 Prozent aus Wasser. Bei Lagerung und langen Transportwegen führt dies dazu, dass die Salatgurken schrumpfen, weil sie Wasser verlieren. Solche Gurken verkaufen sich eher schlecht, daher werden die Gurken nach der Ernte in Plastikfolien eingeschweißt. Moment, aber doch nicht alle und warum gibt es ausgerechnet die Bio-Gurken mit Plastik-Verhüter?

Auch drauf hat die SZ eine Antwort. Salatgurken, die etwa aus Spanien kommen (was mitunter bei den Bio-Gurken der Fall ist), müssen auf Grund der lange Reis zu uns verpackt werden. Oder anders gesagt: heimisches Gemüse ist nicht in Plastikfolie eingeschweißt.

Das die Folie etwas mit der Haltbarkeit des Produktes zu tun hat, war zumindest mir nicht bekannt. Obwohl, man hätte auch drauf kommen können. Schließlich sind in den Buchhandlungen auch viele Bücher in Plastikfolie eingeschweißt. Das dies die Haltbarkeit des Lesestoffes abseits von Buchmessen garantieren soll, ist selbstverständlich Unfug. Die Folie soll das Buch schützen, da es genügend Kundinnen und Kunden gibt, die keinen noch so kleinen Knick am Buch haben möchten. Möglichst unversehrt soll der neue Roman sein. Keine Ahnung, wie die dann zu Hause ihr Buch lesen und ob sie es nicht mit Folie einfach ins Regal stellen. Unter Brettspielern ist so was häufig genug üblich.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren