Warentrenner für Behindertenparkplätze

Warentrenner für Behindertenparkplätze

Die Nicht-Benutzung von Warentrenner an Kassen entwickelt sich zunehmend zu einer Form der sozialen Behinderung. Eine polemische Betrachtung.

Nur ein Stück Plastik

Die Sache mit dem Warentrenenr hatte ich schon mal hier im Blog. Ja ich weiß, ich bin ein schrecklicher Spießer in dieser Hinsicht. Meiner Meinung erleichtert der Warentrenner die Arbeiter des Menschen an der Kasse. Zudem ist es auch einer Form der Höflichkeit, ihn hinter den eigenen Einkauf aufs Fließband zu legen. Das macht nicht jeder, ich weiß. Nach wie vor ärgert mich das, aber ich lasse die Situation in der Regel auch eskalieren. Wenn Menschen dann mit hochrotem Kopf stottern, dass es nicht ihre Ware sei, die da gerade über den Scanner gezogen wurde, hält sich mein Mitleid in Grenzen.

Es wäre an dieser Stelle jedoch eine Unterstellung zu behaupten, ich würde es regelmäßig darauf ankommen lassen.
Meistens bin ich im Stressvermeidungsmodus und suche mir die richtige Schlange aus, auch wenn es möglicherweise etas länger dort dauert, bis ich an der Reihe bin. Ist dann halt so. In Bezug auf den Warentrenner, dieses kleine tückische Stück Plastik, kann man den Leuten aber nur vor den Kopf schauen. Der verplante Hipster, welcher die ganze Zeit mit seinem Smartphone beschäftigt war, legte den Warentrenner nämlich aufs Fließband. Anders als die junge Frau vor mir in der Schlange.

Auch ein Warentrenner
Auch ein Warentrenner

Scheidungsgrund Warentrenner

Der Verzicht auf den Einsatz eines Warentrenners ist freilich kein Scheidungsgrund. Zum Glück bin ich auch mit keinem der sozial inkompatiblen Kunden in irgendeiner Weise verbandelt. Ganz abgesehen davon gibt es deutlich bessere als den Warentrenner, um sich darüber aufzuregen. Etwa Menschen mit einer definitiv nachweisbaren sozialen Behinderung.
Etwa der Typ vorgestern an der Kasse mit dem übervollen Einkaufswagen. Klar kann jeder so viel einkaufen, wie er will. Aber wenn man an der Kasse steht und die Waren schon auf dem Band liegen, in aller Ruhe mehrfach noch zurück in den Markt gehen und zusätzliche Waren zu holen, finde ich nervig. Natürlich hat der Typ auch keinen Warentrenner verwendet, aber mit dem Thema sind wir an dieser Stelle ja bereits durch.

Man kann über vieles hinweg sehen und meine bisherigen Schilderungen auch als übertrieben betrachten. Was aber definitiv nicht geht, ist wenn so ein kerngesunder Typ quer auf dem Behindertenparkplatz parkt und auch noch den Platz für Fahrräder blockiert. So gewinnt man Punkte bei seinen Mitmenschen. Leider hatte ich keine Aufkleber „Scheiße geparkt“ mehr dabei, ich muss die unbedingt wieder nachbestellen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren