Milch macht es

Milch macht es

Die Milch ist mit vielen Mythen verbunden. Je nach Lesart macht sie entweder gesund oder krank. Dabei könnte es viel einfach sein.

Zwanghafte Veganer

Für zwanghafte Veganer und militante Tierschützer (etwa Peta) ist die Milch ganz eindeutig etwas, was uns krank macht. Unabhängig von wissenschaftlichen Belegen geht es schließlich in erster Linie darum, das Wohl der Tiere zu verbessern. Dem im Weg steht das ausbeuterische System der Milchwirtschaft, welche die Euter der Kühe zweckentfremdet.
Man könnte jetzt trefflich an dieser Stelle über unsere Kultur streiten, in der Milch ein wichtiger Bestandteil ist. Jahrhundert lang lag ihre Bedeutung sehr hoch, denn Milch und Milchprodukte waren eine Frage des Überlebens.

Es ließe sich auch anführen, dass eine Veganer Ernährung das Luxusprodukt unserer Zeit ist. Noch vor hundert Jahren wäre sie für viele Menschen schlichtweg tödlich gewesen. Ersatzprodukte sind, selbst bei wohlwollender Betrachtung der veganen Ernährung, Produkte unseres modernen Industriezeitalters. Viehzucht hatte für die Menschen früher einen mehrfachen Nutzen. Kühe gaben Milch, aus ihr ließ sich etwas Käse machen, der lange haltbar war. Kühe konnte aber auch geschlachtet und ihr Fleisch verzehrt werden.

Wich wichtig ein holistische Betrachtung der Viehzucht sein muss, sieht man etwa an der Nordseeinseln. Die dort gehaltenen Schafe erfüllen einen mehrfachen Zweck. Sie geben Fleisch, Wolle und Schafsmilch. Gleichzeitig halte sie aber die Wiesen auf den Deichen kurz und verfestigen mit ihren Hufen die Erde der Deiche — und die sind für den Schutz vor Hochwasser wichtig.

aufgeschäumte Milch
aufgeschäumte Milch

Milch als Produkt

Das führt uns aber weg vom eigentlichen Punkt. Richtig ist, dass Milch primär für die Aufzucht von Säugetieren gedacht ist. Jedes Säugetier hat dabei eine ganz eigene Art, die auf seinen Nachwuchs abgestimmt ist.

Das insbesondere wir Europäer Kuhmilch gut vertragen, ist mehr oder weniger ein genetischer Defekt. Ganz persönlich habe ich im Verlauf meines bisherigen Lebens sehr unterschiedliche Erfahrungen mit Kuhmilch gemacht. Als Kind war sie aus dem Alltag nicht wegzudenken, selbst in der Schule war sie als so genante Schulmilch nicht wegzudenken.

Bei uns im Keller stand immer ein ganzer Karton mit H-Milch — allein bei ihrem Geruch müsste ich mich heute schütteln. Besonders gut vertrage ich frische Vollmilch dagegen auch nicht, meine Frau ist auf Grund einer Laktoseunverträglich komplett auf Hafermilch umgestiegen. Ich dagegen verwende sie zu 90 Prozent nur für genau einen Zweck: zum aufschäumen für meinen Cappuccino. Und nein, es gibt für mich kein Ersatzprodukt. Dennoch, ich versuche hier ein paar kleine Schritte

Bisher habe ich immer die ESL-Milch von Bärenmarke verwendet. Sie lässt sich besonders gut aufschäumen, hat aber mindestens zwei erhebliche Nachteile. Die Tetraverpackung und der Hersteller, denn Bärenmarke gehört zum Nestlé-Konzern. Zur Zeit habe ich eine Bio-Milch in der Glasflasche, die ersten Ergebnisse beim Milchschaum sehen ordentlich aus — wenn auch mit viel Luft nach oben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren