Elite Dangerous

Elite Dangerous

Träumen vom Weltraum lassen genau so wenig los wie die Vorstellung, darin sein Glück zu finden. Vielleicht einer der Gründe für die Faszination an Elite Dangerous.

Commander Jameson

Vor langer Zeit, in einer Galaxie, weit, weit entfernt — so beginnt nicht nur Star Wars, sondern auch ein Rückblick in meine Kindheit zu einer ersten Begegnung mit dem, was sich aktuell Elite Dangerous nennt. Seine Anfänge entspringen Mitte der 1980er Jahre dem Spiel Elite. Das Spiel hatte ich damals für meinen C64 und es begeisterte mich von der ersten Minute an. Eine riesiges Universum, welches darauf wartete, von mir entdeckt zu werden. Man konnte Handel treiben, Piraten jagen, Rohstoffe von Asteroiden abbauen — vieles davon findet sich in Elite Dangerous wieder.
Aber der Reihe nach. Ich war nicht nur von der ersten Minute begeistert, sondern auch frustriert. Mit seiner anfänglichen Ausrüstung und dem Raumschiff war es extrem schwer, an einer Orbitalstation anzudocken. Die rotierten im Raum und es galt, sich mit ihrer Flugbahn so zu synchronisieren, dass man beim Anflug durch den schmalen Schlitz, die Einflugschleuse, gelangt, ohne zu kollidieren. Häufig gelang mir das nicht.
Mit ein paar Cheetcodes (über den Namen des Commanders) gelangte ich an zusätzliche Credits, um mir einen Landecomputer zu kaufen. Wirklich gut angefühlt hat sich das nicht, es blieb der Geschmack zurück, doch nicht selber Elite genug zu sein.

Elite Dangerous
Anflug mit Landecomputer

Spaß an Elite Dangerous

Schnell kamen andere Spiele für den C64, die zugänglicher waren und Elite verdrängten. Der Ruf des Spieles blieb mir jedoch in Erinnerung.
In den vergangenen Jahren hörte ich von diversen Neuauflagen, auch von einem Projekt namens Elite Dangerous. Mangels geeigneter Hardware ging das jedoch komplett an mir vorbei.
„Aus Legende wurde Mythos“ — kurz vor der Abreise Richtung Borkum stieß ich dann nach Weihnachten auf Elite Dangerous, welches für Xbox live Gold Mitglieder für 7,50 Euro angeboten wurde. Da konnte ich dann nicht widerstehen, schaffte es aber vor Borkum nur, kurz in das Spiel hinein zu schauen. Tja, der Anflug auf die Raumhäfen war immer noch so schwierig.
Im neuen Jahr startete ich einen weiteren Versuch und kämpfte mich durch das Tutorial. Elegant sah mein Andocken danach zwar immer noch nicht aus, aber es gelang zumindest zuverlässig. So traute ich mich dann in das eigentliche Spiel. Glücklicherweise hatte ich schon nach recht kurzer Spielzeit genügend Geld für einen Landecomputer zusammen.
Ab diesem Punkt wird Elite Dangerous deutlich entspannender. Was mir an dem Spiel gefällt: es bietet enorme Möglichkeiten, man kann aber auch seine Zeit nahezu meditativ damit verbringen, als Händler von einem System zum nächste zu reisen und Warenlieferungen durchzuführen. Kämpfen muss man nicht, denen gehe ich zur Zeit auch noch aus dem Weg. Nach Jahrzehnten habe ich mit einem an sich alten Spiel zum ersten Mal meinen Spaß. Deutlich mehr als Versuche, an das Original heranzukommen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren