Jahresvorsätze 2019

Jahresvorsätze 2019

Im Grunde sind Jahresvorsätze immer eine zweischneidige Sache. Sie sollen für die kommenden 365 Tage motivieren, sorgen am Ende aber lediglich für Frust.

Anderer Vorsätze

Einer der beliebtesten Jahresvorsätze dreht sich darum, in den kommenden Monaten einen anderen Vorsatz loszuwerden. Es folgen Anmeldungen zu Fitnessstudios, der Erwerb von Laufschuhen und eine euphorische Grundstimmung. Die legt sich nach dem ersten Seitenstechen schnell. Im Vergleich zu anderen, die einen selbstverständlich beobachten, fühlt man sich wie ein unförmiges Weihnachtsplätzchen. Dabei sind nicht nur die Schuld an den zusätzlichen Kilos.
Mit solchen Vorsätzen wollen wir uns aber an dieser Stelle erst gar nicht befassen. Ehrlich gesagt sind für mich Jahresvorsätze genau so überflüssig wie Rückblicke am Ende des Jahres. Natürlich versucht man immer das Beste aus seinem Leben zu machen. Zu viel Selbstoptimierung mindert aber meiner Meinung nach eher die Lebensfreude.
Von anderen Menschen wird einem häufig ein „erfolgreiches Jahr“ gewünscht — statt lediglich ein gesundes, frohes oder gutes neues Jahr. Aber was ist Erfolg? Den definiert jeder für sich komplett anders. Mehr Gelassenheit und weniger Streß — das wäre etwas, was ich mir zum Beispiel für 2019 wünschen würde. Erzwingen lässt sich das aber nicht. Versucht man etwas krampfhaft, gehört es auch in die Kategorie „Anleitung zum Unglücklichsein“.

Stoppt Jahresvorsätze
Stoppt Jahresvorsätze

Kleine Jahresvorsätze

Kleine Jahresvorsätze, kleine Schritte — so was geht für mich in Ordnung. Realistische Ziele, die man auch verwirklichen und auf der Umsetzung man Einfluss nehmen kann, sorgen für einen frustfreien Start ins neue Jahr. So gesehen habe ich tatsächlich doch Jahresvorsätze für 2019.
Im Sommer Urlaub auf Föhr machen gehört dazu genau so wie wieder mehr wandern gehen, nicht weniger Brettspiele spielen oder häufiger die Kamera zur Hand haben. Es ist nichts, was man sich auf einen großen Plan schreibt, kleine Ziele und kleine Schritte. damit gewinnt man möglicherweise keinen Hauptpreis, aber ein Stückchen mehr Zufriedenheit ist doch auch etwas, worüber man sich dann Ende Dezember freuen kann.
Natürlich gibt es das eine oder andere Projekt wie etwa Alpha Meeple, die ich weiter voran treiben will. Insbesondere bei Alpha Meeple bin ich ja in der Situation, dass sich der Rauswurf bei der Facebook-Gruppe „Nippes“ irgendwie gelohnt haben muss. Also falls die entsprechende Person damit beabsichtigt hat, mich zu demotivieren, hat sie genau das Gegenteil erreicht.
Im Übrigen hat sich gezeigt, wie schön entschleunigend ein Aufenthalt zwischen den Jahren auf einer Nordseeinsel sein kann. Meine Frau und ich habe unsere Winterpause auf Borkum sehr genossen — aber dazu sollte ich wirklich noch mal einen eigenen Artikel zu schreiben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren