Weihnachtsgeschichte automatisiert

Weihnachtsgeschichte automatisiert

Die Tradition der Weihnachtsgeschichte wird auch in zahlreichen Blogs hochgehalten. Meistens jedoch in einer freien, modernen Form.

All die Jahre im Rückblick

Mittlerweile hat sich zumindest bei mir so etwas wie eine kleine Tradition in Bezug auf die Weihnachtsgeschichte entwickelt. Sie hat nichts gemein mit dem, was wir klassischerweise unter der Weihnachtsgeschichte verstehen. Es sind moderne Texte, die einen mehr oder weniger losen Bezug zu Weihnachten haben. Trotzdem gibt es jedoch eine sehr starke Bindung an die Feiertage.
Seit einigen Jahren schon versuchen meine Frau und ich, die Zeit über die Feiertage hinweg möglichst nachrichtenarm zu verbringen. Der bei mir sonst üblichen tägliche Konsum an Information und Meldungen wird zurück gefahren. Damit bekommt man dann auch nicht mit, wenn sich wieder einmal eine Frau mit einer Handgranate in der Christmette in die Luft jagt.
Selbstverständlich bin ich mir bewusst, dass es das Ausblenden der Wirklichkeit kein verlässlicher Schutz ist. Im Gegenteil, es ist eigentlich eine sehr dumme Vorstellung, durch Wegsehen eine heile Welt zu simulieren. Heil ist unsere Welt längst nicht mehr, wird es auch nie wieder werden. Da können wir noch hunderte von Jahren das Fest des Friedens feiern. Aber sei es drum, ein paar Tage Ruhe seien mir gegönnt, insbesondere nach einem Jahr wie diesem.

Klassische Weihnachtsgeschichte
Klassische Weihnachtsgeschichte

Sinn der Weihnachtsgeschichte

Für mich liegt der Sinn einer Weihnachtsgeschichte, die eigentlich eine Kurzgeschichte zwischen den Feiertagen ist, darin, mir selber etwas Auszeit zu schenken. Auszeit davon, jeden Tag hier im Blog einen neuen Text zu schreiben. Der Spagat dabei: ich möchte dennoch dran festhalten, jeden Tag einen neuen Beitrag zu veröffentlichen.
Es gab Jahre, da habe ich mich dann auch an den Feiertagen an den Schreibtisch gesetzt und an einer fortlaufenden Geschichte weiter geschrieben. Zweihundert statt der sonst üblichen mindestens vierhundert Wörter. Wenn man im Flow ist, wie Kreative es so schön bezeichnen, geht das. Fällt einem aber gar nichts ein, dann wird das quälender als ein normaler Blogeintrag, denn da bin ich völlig ungebunden in Bezug auf das Thema.
Am liebsten ist es mir, wenn die Weihnachtsgeschichte automatisch ohne mein Zutun erscheint. Aber so was gehört eher zu Wünschen für unter dem Weihnachtsbaum. In diesem Jahr habe ich mir dennoch den Wunsch zu einem gewissen Teil erfüllt. Vierzehn Tage lag werden Texte wie von Zauberhand hier im Blog erscheinen. Jedoch ist es geliehene Zeit für mich, denn die Geschichte habe ich natürlich vorher geschrieben, zusätzlich zu meinen sonstigen Blogeinträgen.
Wie dem auch sei, ab nächsten Samstag geht es an dieser Stelle los mit „Drei Meeple im Schnee“. Allen Leserinnen und Leser wünsche ich bereits jetzt schönen Weihnachtsfeiertage — und vielleicht gefällt der einem oder dem anderen ja die diesjährige Weihnachtsgeschichte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren