Hintergrundmotiv für Rezensionen

Hintergrundmotiv für Rezensionen

Bei den Blogs und Videoportalen für Brettspiele gibt es auch genau so viel Beweggründe der Betreiber. Eine auffällige Gemeinsamkeit gibt es jedoch dennoch beim Hintergrundmotiv.

Reichtum und Ruhm

Wer als Rezensent ganz ehrlich ist, wird Reichtum und Ruhm nicht zu dem zählen, was ihn antreibt. Denn reich und berühmt wird man eher nicht mit Rezensionen. Das ist wie mit dem Schreiben. Es wenige, wirklich weltweit bekannte Autoren, die mehr als nur gut leben können von ihrem schaffen. Und deutlich viel mehr, die sich so gerade über Wasser halten oder für die es mehr oder weniger nur ein Hobby ist. Zurück aber zu den Rezensionen. Beim Schreiben von Büchern wäre das die andere Seite, so zusagen. Einige Rezensenten sind bei Zeitungen beschäftigt und haben dadurch ihr Einkommen. Zum Fußvolk gehören dann der größte Teil der Bücher-Blogger, die eine Besprechung zum Kurs von einem Gratisexemplar liefern. Das ist natürlich auch ein Hintergrundmotiv. Einen „Besprechung“ hinschludern, um was geschenkt zu bekommen.
Soll uns aber an dieser Stelle alles nicht interessieren, denn es geht im nachfolgenden um Brettspiele und das Internetangebot an Rezensionen dazu. Auch hier gibt es jedoch eine viel größere Menge derjenigen, die nicht davon leben können — was im Übrigen auch für viele Spielautoren gilt, wo wir dann wieder bei den Parallelen wären.

Hintergrundmotiv für Rezensionen
Hintergrundmotiv für Rezensionen

Gemeinsames Hintergrundmotiv

In Bezug auf die Youtuber, Blogger und Podcaster im Bereich Brettspiele muss ich eins gestehen. Selbstverständlich kenne ich von keinem das wirklich Hintergrundmotiv. Alles darüber wäre extrem spekulativ. Lediglich für mich und Alpha Meeple kann ich aus dem Nähkästchen plaudern. Habe ich ein Hintergrundmotiv? Tatsächlich ja. Zumindest einmal, ein einziges Mal auf die Spielmesse in Essen an einem Mittwoch zu können. Und auch in Nürnberg auf der Messe, die nur für Fachpublikum reserviert ist, zu dürfen.
Abgesehen davon treibt mich bei dem Projekt der Spaß am Hobby Brettspiele an und der Reiz, neues mit WordPress auszuprobieren — und die Domain hatte ich auch noch über, was auch der Grund ist, warum es alphalupus.de und nicht alphameeple.de heisst.
Soweit, so gut. In Bezug auf die Youtuber, die Spielerezensionen machen, gibt es anders als gerade behauptet sehr wohl ein Hintergrundmotiv, welches fast alle haben. Zumindest ist es sehr ähnlich. Bei gefühlt 90 Prozent aller Videos mit Brettrezensionen befindet sich im Hintergrund ein Spieleregal. Das ist in etwas so, wie bei den ersten Buchrezensionen im Fernsehen. Oder wenn irgendwo jemand intellektuelles zu Hause oder im Büro interviewt wird. Da sieht man dann Regale mit Büchern. Das ist zugespitzt eine intellektuelle Fototapete. Sie soll der Person wohl mehr Glaubwürdigkeit verleihen. Einem Youtuber, der was zu Brettspielen macht und kein einziges Spiel im Regal hat, würde man doch auch nicht glauben, oder?

Ästhetischer Anspruch

Ehrlich gesagt, ich halte das Brettspielregal im Hintergrund nicht für notwendig. Klar ist es interessant zu sehen, was andere sonst noch so im Regal haben. Aber als ästhetisch anspruchsvoller Hintergrund taugt er nicht. Im Gegenteil er lenkt eher noch ab. Richtig bewusst ist mir das heute Morgen beim neusten Video der Brettspiedgeeks geworden. Die drehen an unterschiedlichen Location, gerne auch mal vor einer Ziegelwand. Finde ich persönlich wesentlich netter. Man benötigt keine „Ausweis“, dass man sich mit Brettspiele auskennt. Viel besser ist es, die Rezension selber für sich sprechen zu lassen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren