Raureif am Sonntag

Raureif am Sonntag

Eine der Vorboten der kälter werdenden Jahreszeit ist Raureif. Wenn er morgens zu sehen ist, wirkt die Landschaft wie verzaubert.

Sonntagsbrötchen wie immer

Gegen neun Uhr morgens an einem Sonntag aufzustehen, ist nicht wirklich früh. Dennoch, wir hatten nicht die Nacht zum Tag gemacht, sondern lediglich gestern Abend nach dem spielen noch „Outlaw King“ gesehen. Nun ja, kann man machen, muss man aber nicht. Highlight des Films ist ehedem die Landschaft. Und ja, ich hätte am Ende keine Gnade gezeigt. Kommen wir aber zu den Sonntagsbrötchen und dem Raureif.
Eigentlich mag ich auch an einem Sonntag länger schlafen als wir es gewöhnlich seit länger Zeit tun. Schließlich haben wir weder Kindern noch quengelnde Haustiere, die umsorgt werden wollen. Der einzige Grund, an einem Sonntag früh aufzustehen ist der, gute Fotos zu machen. Vielleicht sogar noch wandern zu gehen.
Allerdings haben wir gelernt, dass es bei unserer Lieblingsbäckerei das größte Angebot gibt, wenn man nicht zu spät sonntags dort aufschlägt. Wer zu spät kommt, geht ohne Schokobrötchen und Croissants nach Hause — auch Reihenwecken werden dann woanders zu Hause gegessen. Von ganz alleine werde ich dann Morgens wach, schaue ungeduldig auf die andere Seite des Bettes oder stehe leise auf, um alleine den Weg zum Bäcker anzutreten.

Blätter mit Raureif
Blätter mit Raureif

Zauberhafter Raureif

Heute Morgen waren wir wieder zu zweit unterwegs. Diesmal bewaffnete ich mit meiner Kamera, denn ich hatte den Eindruck, sie gebrauchen zu können. Schon nach wenigen Metern stießen wir auf von Raureif bedeckte Blätter. Die musste ich unbedingt fotografieren. Für mich weckt Raureif auch immer Kindheitserinnerungen. Im Spätherbst am Frühstückstisch, der Blick raus in den Garten. Die große Wiese komplett mit Raureif bedeckt. Draußen kalt und drinnen in der Küche sorgt der Ofen für mollige Wärme.
Beim Bäcker hatten wir noch genügend Auswahl. Auf dem Rückweg stieß ich dann auf ein Auto, dessen Rücklicht mit Raureif bedeckt war. Beim Foto hatte ich etwas Angst, dass in dem Moment der Besitzer des Autos auftauchen würde. Natürlich habe ich kein Nummernschild fotografiert, sondern das Rücklicht in Nahaufnahme. Das Auto stand aber im Halteverbot, was dessen Besitzer hinsichtlich meines Fotos zu falschen Schlüssen hätte führen können. Wie dem auch, ich hatte Glück. Das Ergebnis ist hier zu sehen.
Nach dem Frühstück gestärkt wagten meine Frau und ich an den fünften Versuch eines Szenarios bei Gloomhaven — zum Glück mit Erfolg. Den Rest des Tages wird meine Frau dann leider trotzdem mit Schulvorbereitungen am Schreibtisch verbringen. Ich werde mir dann entweder noch mal die Kamera schnappen oder aber ebenfalls am Schreibtisch an meiner Alpha Meeple Seite weiter basteln.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren