Bestellungen in Anwesenheit

Bestellungen in Anwesenheit

Um die heimische Wohnung mit Spielen voll zu stellen ist ein Besuch von Messen nicht unbedingt nötigt. Den Verlockungen neuer Spiele kann man auch durch Bestellungen nachkommen.

Immer noch Platzmangel

Nach wie vor hat sich die Situation hier zu Hause nicht verändert. Die Spieleregale sind mehr als nur voll, es stapelt sich bereits an Stellen, wo eigentlich keine Spiele hingehören. Gut, im Kühlschrank in der Küche sind noch keine gesichtet worden, es ist also noch nicht alles verloren. Wobei es mit Cool Runnings ein Spiel gibt, wo zumindest ein Teil des Spielmaterials aus dem Eisfach kommt.
Wie dem auch sei, im Arbeitszimmer gibt es noch den Korb der Schande. Spiele, die ich bereits im Frühjahr verkaufen wollte und die dort immer noch im Korb liegen. Als besondere Motivation hatten meine Frau und ich den Korb so hingestellt, dass er leicht im Weg steht. Faulheit ist aber nicht auszutricksen, wir weichen ohne darüber nachzudenken einfach dem Korb aus. Zwei Versuche, den Inhalt unter die Leute zu bringen, sind schon gescheitert. Spiele wie etwa „Carcassonne Die Jäger und Sammler“ möchte wohl keiner haben. Kann ich nachvollziehen, es gibt schließlich auch einen Grund, warum es hier im Korb ist. Kommen wir aber zu etwas anderem, nämlich dem Gegenteil von Verkaufen. Es sind neue Bestellungen bei uns eingetroffen.

Neuste Bestellungen
Neuste Bestellungen

Wahnsinn der Bestellungen

Es gibt so was wie einen Wahnsinn, der in immer wieder neuen Bestellungen von Spielen liegt. Das ist mir mittlerweile bewusst. Eigentlich sind Bestellungen von neuen Spielen seit September eigentlich vorläufig überflüssig. Meine Frau und ich sind mitten in der Kampagne von Gloomhaven, unsere gemeinsame Spielzeit geht komplett dafür drauf. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn noch andere Mitspieler am Tisch sitzen.
Das Problem ist aber schon in der Wortwahl zu erkennen. Nicht ohne Grund schrieb ich gerade „eigentlich“ und „vorläufig“. Wie manche die Angst vor einem leeren Weinregal plagt, fürchten wir Brettspieler permanent, nicht genügend Auswahl zu haben. Die Angst, genau dann ausgerechnet Spiel X nicht zu besitzen, wenn man es unbedingt sofort spielen will. Irgendwann werden wir Gloomhaven durchgespielt haben und benötigen selbstverständlich sofort Ersatz — über 450 andere Spiele im Regal sind da einfach zu wenig.
Ganz bewusst sind wir in diesem Jahr erneut nicht nach Essen gefahren, um uns zumindest ein Stück weit zu bremsen. So richtig geholfen hat das jedoch nicht, wenn man wenige Tage später Bestellungen durchführt, um in Essen vorgestellte Neuheiten zu erwerben.

Sicher Bank bevorzugt

Jammern würde ich jetzt, wenn überhaupt, dann nur auf hohem Niveau. Die Bestellungen haben meine Frau und ich lange besprochen. Wir haben uns auch gut überlegt, was wir in diesem Jahr noch kaufen wollen. Vor allem, was nicht. Keine Blindkäufe mehr. Nur etwas, was wir selber bereits anderswo gespielt haben oder aber eine gute Bewertung etwa in der Spielbox bekommen hat. Daher ist es zumindest für mich wenig verwunderlich, dass in den letzten Tagen ausschließlich Erweiterungen per Post eingetroffen sind:

  • Andor – Die verschollenen Legenden
  • Great Western Trail: Rails to the North
  • Viticulture – Besuch aus dem Rheingau
  • Tuscany Essential Edition
  • Terraforming Mars: Präludium

Besonders hervor sticht aus der Liste die Tuscany Essential Edition. Wenn man sehr häufig Victiculture gespielt hat (bei uns sind es 33 Parteien in knapp zwei Jahren), benötigt man dringend Nachschub. Tuscany ist eine Erweiterung, die man meiner Meinung nach unbedingt zu Viticulture gehört. Sie mildert eines der Hauptproblem im Spiel ab. Häufig hatten wir schon von Anfang an schlechte Ausgangsbedingungen etwa durch unerfüllbare Aufträge. Mit Tuscany kann man nicht nur überflüssige Karten verkaufen, sondern auch Weine außerhalb von Aufträgen zu Geld machen.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren