Pursuit of Glory

Pursuit of Glory

Mit dem Thema 1. Weltkrieg im Nahen Osten befasst sich das Wargame Pursuit of Glory. Es ist in jedem Fall mal als nur ein Spiel.

Quartalsrückblick

Das drittel Quartal in diesem Jahr geht zu Ende, es ist wieder Zeit für einen spielerischen Rückblick. Die Gesamtstatistik nennt derzeit 288 Partien und eine Spielzeit von über 417 Stunden. Nach wie vor liegen die Legenden von Andor auf Platz 1 mit 45 Partien, gefolgt von Scythe mit 25. Das wird sich bis zum Ende des Jahres mit Sicherheit ändern, denn seit vorletzter Woche steht bei uns auf Gloomhaven auf dem Tisch. In vergleichsweise kurzer Zeit haben wir schon fünf Partien absolviert. Und ja, wir können jetzt von uns behaupten, ein eingespieltes Team zu sein. Das Spiel macht es wirklich erforderlich, sich mit seinem Charakter und den Fertigkeitskarten intensiv auseinander zu setzen. Das gespielte Szenario haben wir in letzter Sekunde geschafft. Spannung pur, wenn es so knapp ist.
Was die Challenges für dieses Jahr angeht, werden wir wohl keine großen Fortschritte mehr machen. Auch nicht bei der für GMT Games, denn auf der Liste stehen die falschen Spiele. Was mich aber nicht davon abhält, so was wie Pursuit of Glory zu spielen. Die Challenges sind schließlich eine Option und kein Zwang.

Pursuit of Glory
Pursuit of Glory

Geschichte in Pursuit of Glory

Kommen wir von der Statistik direkt zur Geschichte. Natürlich kann man darüber diskutieren, ob Spiele wie Pursuit of Glory überhaupt spielen sollte, denn es geht in ihnen um Krieg. Und Krieg ist kein Spiel, sondern bitterer Ernst. Die meisten von uns sollten jedoch erwachsen genug sein, um echten Krieg von Fiktion und Spiel zu unterscheiden. Zumal es bei den meisten mir bisher bekannten Wargames nicht um Verherrlichung geht. Sie sind auf der eine Ebene Simulation auf anderen Seite herausfordernde spielerische Konfrontation. Auch sind sie ein Sandkasten, in dem man der Frage „Was wäre wenn?“ nachgehen kann. Aber muss und will mich an dieser Stelle nicht rechtfertigen.
Gestern Nachmittag / Abend kam Pursuit of Glory ein Spiel auf den Tisch, das sechs Stunden meiner Lebenszeit in Anspruch nahm. Sechs Stunden, die sehr spannend, ja auch unterhaltsam waren. Gleichzeitig war es aber auch Zeit, in der ich beim spielen über den tatsächlichen Krieg im Nahen Osten nachgedacht habe. Das ist nämlich der nicht zu unterschätzenden Aspekt von solchen  Spielen. Sie fordern auf auch auf anderer Ebene heraus und hinterlassen Spuren. Genau so wie der 1. Weltkrieg noch immer im Nahen Osten nachwirkt, wirkt auch Pursuit of Glory nach. Der größte Teil der aktuellen Konflikte im Nahen Osten lässt sich auf das zurückführen, was im und nach dem 1. Weltkrieg an Entscheidungen getroffen wurde.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren