Heiter bis Wolkig

Heiter bis Wolkig

Mehr als nur das Wetter ist heiter bis wolkig. In Bezug auf die Bundespolitik überwiegen allerdings die dunklen Wolken. Ein AfD-Gewittert droht.

Sommer zu Ende

Noch zuckt er etwas, aber deutlich zeigt sich bereits das Ende eines viel zu langen Sommers. Mit Lebkuchen ausgestattet und einer großen Schale Darjeeling sitze ich zu Hause am Schreibtisch und betrachte das Wolkenfoto von gestern. Die Stimmung am späten Nachmittag fängt es nicht ein. Es waren beeindruckende Wolken, plastisch und zum greifen nah. Eigentlich wollte ich nur die Balkontür schließen, konnte mich dann aber ihrer Faszination nicht entziehen. Ob das Wetter wirklich heiter bis wolkig an diesem Wochenende sein wird, ist mir herzlich egal. Die Tage sind verplant, auch weil am Donnerstag ein 10 Kilo schweres Paket bei uns eintrudelte — mehr dazu an einem anderen Tag.
Was jedoch immer noch fehlt, ist die Spülmaschine. Zum Teil ist das unsere eigene Schuld, schließlich wollten wir unbedingt eine Null-Prozent -inanzierung. Persönlich halte ich es für blöd, bei Null Prozent Zinsen einen teuren Gegenstand sofort bar zu bezahlen. Aber darüber kann man sicher auch streiten.
Was die Gesundheit angeht, merke ich die Dauer des zurückliegenden Urlaubs auf Borkum. Das Klima da ist definitiv gesünder für mich als die durchaus dreckige Luft hier in Köln.

Heiter bis Wolkig
Heiter bis Wolkig

Stimmung heiter bis wolkig

Stimmungsmäßig fühle ich mich entsprechend auch heiter bis wolkig. Aber gut, letztendlich ist es momentan noch jammern auf hohem Niveau. Was mich abseits des privaten wirklich die Stimmung verdüstert, ist das, was zur Zeit in der Gesellschaft und Politik passiert. Über die Folgen des Klimawandels  hatte ich bereits gestern ein paar Worte verloren. Über Chemnitz und das, was danach passiert ist, vor ein paar Tagen. Und auch die Causa Maaßen. Mittlerweile ist die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles, die ja ursprünglich seiner Beförderung zugestimmt hat, zurück gerudert. Besser wird das dadurch jetzt auch nicht mehr. Ganz ehrlich, man sollte einfach dieses Große Koalition beenden. Sie war aus meiner Sicht ehedem von vornherein ein Fehler.
Die Argumente, bei Neuwahlen würde die AfD an Stimmen gewinnen, sind gefährlich. Klar, man kann davon ausgehen, dass die Rechtspopulisten profitieren werden. Aber genau das tun sie bereits jetzt schon. Die anderen Parteien Handel zur Zeit auf der Basis von Nagst vor der AfD. Das ist definitiv ganz schlecht, denn Angst ist niemals ein guter Ratgeber.
Unser Und driftet gefühlt immer weiter auseinander. Politikverdrossenheit hielt ich lange Zeit für eine faule Ausrede. Mittlerweile fürchte ich, sie ist eine echte Gefahr, ausgelöst durch extrem dumme Verhaltensweisen und Äußerungen. Heiter bis wolkig, drüber lachen oder weinen kann man auch über den Vorschlag des Gesundheitsministers, wie man dem Fachkräftemange in der Pflege behoben könnte: durch Mehrarbeit. Eigentlich wäre für so eine Aussage ein Rücktritt fällig.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren