Beim Nachbarn abgegeben

Beim Nachbarn abgegeben

Der Fluch bei Onlinebestellung ist die Zustellung durch Paketdienste. Besonders dann, wenn man nicht zu Hause ist und etwas beim Nachbarn abgegeben wird.

Verschollen beim Nachbarn

Ein Teil der Wahrheit könnte das Vertrauen in Paketdienste und Zusteller erschüttern. Daher wurde im Teaser bewusst etwas unterschlagen. Mit Zustellungen geht nicht nur etwas schief, wenn man nicht zu Hause ist, sondern gerne auch mal, wenn man den ganzen Tag sehnsüchtig daheim auf ein Paket wartet.

„Leider hat unser Bote Sie nicht persönlich angetroffen.“

So ein Hinweis ist schon großartig, wenn man niemanden hat klingeln hören. Andererseits kann man ja froh sein, überhaupt benachrichtigt zu werden. Vor ein paar Monaten sollte ich einen großen Karton mit Druckerpapier bekommen. Leider kam nichts am ursprünglichen Tag der Zustellung an. Online ließ sich nur ermitteln, dass Paket sei zugestellt worden. Dafür hatte ich am nächsten Tag einen handgeschrieben Zettel von einem Nachbarn im Briefkasten. Bei ihm war das Paket abgegeben worden. Als ich es abholte, fiel mir der ramponierte Zustand auf und später dann, dass auch noch der Inhalt komplett falsch war. Nur meine Adresse drauf stimmte.
Gut erinnern kann ich mich noch an eine iPhone-Lieferung, wo ich auf dem Handy die Benachrichtigung bekam, man hätte niemanden angetroffen. Natürlich war ich zu Hause und bin dann in Pantoffeln wie ein geölter Blitz dem Paketboten hinterher gerannt.

Pakete beim Nachbarn
Pakete beim Nachbarn

Irgendwas beim Nachbarn

Tja, es heisst nicht ohne Grund, man würde ein Paket „aufgegeben“. Auf hoher See und bei die Zustelldiensten ist man in Gottes Hand. Oder so ähnlich. In der Regele kann ich mich was Pakete angeht auf meine Nachbarschaft verlassen. Seit dem wir in der autofreien Siedlung wohnen, brauche ich keine Pakstation (denn da kann auch einiges schief gehen). Wenn ein Paket beim Nachbarn abgegeben wurde, haben wir in der Regle ein Zettel im Briefkasten, der uns einen verwertbaren Namen nennt. Eher selten gibt es keine Zettel und eine Umleitung zur Filiale, weil der Paketbote zu faul war.
Wobei man die Sache mit dem Zettel im Briefkasten nicht zu hoch hängen sollte. Den hatte eine Nachbarin gestern wohl auch. Aber der Reihe nach. Heute Morgen war es lauter als sonst um diese Zeit im Hausflur. Besagte Nachbarin hatte die Bewohner gegenüber fast aus dem Schlaf geklingelt, weil sie sich auf der Suche nach einem Paket befand. Auf ihrem DHL-Zettel stand lediglich, es sei beim Nachbarn abgegeben worden. Ohne Angabe, wer das denn sein könnte. Wie sich herausstellte, hat es keiner im Haus angenommen. Das wird dann zu einer Odyssee, begleitet von der Frage, wer alles „Nachbar“ aus der Sicht des Zustellers ist.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren