Spiel 2018 vorraus

Spiel 2018 vorraus

In weniger als sechs Wochen findet die Spiel 2018 in Essen statt. Für viele Brettspieler immer noch so was wie Mekka für Brettspiele.

Pflicht und Schatten

Drüben bei meeplove  macht sich Sabrina bereits Gedanken über die Höhepunkte der kommenden Spiel 2018. Ein wenig neidisch bin ich ja, muss ich zugeben. Meine Frau und ich werden dieses Jahr nämlich wieder nicht  nach Essen pilgern. Jetzt könnte ich natürlich alles möglich an Gründen vorschieben. Ursprünglich wollten wir in den Urlaub fahren. Der ist jetzt gestrichen, weil unsere Spülmaschine ersetzt werden muss. Allerdings ist das mit dem Urlaub, wenn ich ehrlich bin, nur eine Option gewesen um mich auszutricksen. Wenn man woanders im Urlaub ist, kann man nicht zeitgleich auf der Messe sein. Abgesehen davon waren wir ja dieses Jahr bereits zweimal auf Borkum — und fahren über Weihnachten ein drittes Mal auf die Insel.
Nein, wir wollten ganz bewusst nicht zur Spiel 2018. Das hängt zusammen mit dem Foto weiter unten, die Kiste der Schande. Mindestens noch zwei davon könnte ich füllen. Alles Brettspiele, die uns dringen verlassen müssen. Neuanschaffungen sind zur Zeit fast unmöglich, weil einfach kein Platz mehr für die Spiele vorhanden ist. Große Problem dabei: die alten Möhren, die wir los werden wollen, möchte sonst auch keiner haben.

Pre Spiel 2018
Kiste mit Möhren

Mögliche Higlights der Spiel 2018

Stellen wir uns aber mal vor, Platz würde keine Rolle spielen. Was wären dann unsere Highlights auf der Spiel 2018? Sabrina hat ja eine schöne Liste mit 10 Titeln zusammengestellt. So was kann ich auch. Jedoch gibt es hier bereits eine erste Hürde zu überwinden. Nach den Erfahrungen aus früheren Jahrgängen haben wir uns vorgenommen, keine Neuerscheinungen mehr zu kaufen, zu denen uns keine Rezension vorliegt. Bei Preisen von durchschnittlich 50 Euro vergeht mir einfach die Lust, die Katze im Sack zu kaufen. Oder schlimmer noch, als Beta-Tester für ein unausgereiftes Spiel zu fungieren. Nicht alles, was sich toll anhört oder umwerfend aussieht, taugt auch als Brettspiel. Bezahlte „Reviews“ vorab steigern auch noch die Gefahr, auf Blender wie etwa Cry Havoc reinzufallen. Für mich habe ich bei BGG eine Liste von Spielen erstellt, die mich grundsätzlich interessieren. Das sind aber längst nicht meine Highlights. Zudem kommt dazu, dass es bereits eine Reihe von Spielen gibt, die wir vorbestellt haben und die uns ganz ohne Messestress nach Hause geliefert werden. Dazu gehört unter anderem die deutsche Ausgabe von Gloomhaven. Vorbestellt ist auch Root, in der Hoffnung ein Exemplar dieses wirklich genialen Spiels ergattern zu können. Bereits die erste Partie hat uns großen Spaß gemacht.

Kleine Auswahlliste

Für die Titel, die wirklich ernsthaft in die engere Wahl kommen, habe ich mir eine Tabelle in Numbers erstellt. Dort finden sich, wenig überraschend, vor allem Erweiterungen zu Spielen, die wir bereits besitzen. Erweiterungen haben mehrere Vorteile. Unter anderem nehmen sie weniger Platz als ein komplett neues Spiel weg und man weiß bereits, worauf man sich einlässt. Absoluter Pflichtkauf ist auf jeden Fall das Schollendeck für Nussfjord, mit dem endlich auch ordentliche Metallmünzen für die Fischereien zur Verfügung gestellt werden.
Von den echten Neuheiten interessant finde ich persönlich folgende Titel:

  • Magna Storm
  • Futuropia
  • co2 — Second Chance
  • Architekten des Westfrankenreichs

Bei allen werde ich aber erstmal abwarten, was verlässliche Rezensenten wie etwa in der Spielbox dazu sagen.
Es gibt auch Spiele, die nicht zu den Neuheiten gehören und dennoch in den Fokus unserer Aufmerksamkeit geraten sind. Dazu gehört zum Beispiel Sekigahara  — wurde gestern geliefert und wartet auf die erste Partie

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren