iPhone SE vermisst

iPhone SE vermisst

Apples Ankündigung von neuen Geräten löst statt Begeisterung ein gelangweiltes Gähnen aus. Innovation fehlt, dafür wurden Geräte wie das iPhone SE gestrichen.

Lähmende Langeweile

Selbst wenn ich gestern Abend nicht mal wieder länger als geplant im Zug gesessen hatte, die Keynote von Apple wäre auch an mir vorbeigegangen. Bereits im vergangene Herbst ging es mir sehr ähnlich mit der Ankündigungsmesse  von Apple. Was gestern an „Neuheiten“ gezeigt wurde, habe ich mir erst heute morgen zum Frühstück angesehen. Umgehauen hat es mich, wie ich vermutete, nicht. Es wird also drei neue iPhone Modelle geben, alle mit einem X im Namen. Auffällig dabei: es fehlt sowohl ein Modell XXL als auch ein iPhone XXX. Letzteres wohl aus Gründen. Auch eine neue Apple Watch soll es geben. Mit EKG-Funktion, der totale Wahnsinn! Braucht man das wirklich oder kann das weg?
Innovation sieht nicht nur meiner Meinung nach anders aus. Die Süddeutsche Zeitung bringt es gut auf den Punkt. Wer sich auf einer Billion Dollar ausruhen  kann, muss nicht innovativ sein. Die neue Modelle sind daher nur Verbesserungen, nichts wirklich neues. Auffällig hier ist nur die Größe, aber dazu später mehr.

iPhone SE vermisst
Myriams-Fotos / Pixabay

iPhone SE Abgesang

Nach wie vor halte ich die Apple Watch für hässlich und unpraktisch. Allein die Akkulaufzeit ist für ich ein KO-Kriterium. Ich liebe meine Garmin Fenix 3. Traumhafte Laufzeiten, zudem kann ich die Zeit auch ablesen, ohne Verrenkungen mit dem Arm zu machen. Und hey, selbst bei vollem Sonnenlicht ist alles gut zu erkennen. Ja, die Uhr hat nicht den Funktionsumfang einer Apple Watch. Na und? Benachrichtigungen werden angeulkt, Tracking und Navigation gehen damit — mehr will ich gar nicht. Und die neuen Modelle von Garmin und anderen können bereits wesentlich mehr bleich ähnlicher Laufzeit.
Als zweites Gerät auf der Keynote wurde das neue iPhone vorgestellt. Beziehungsweise die neuen Modelle mit der Bezeichnung XR, XS und XS Max (nicht zu verwechseln mit X-Mas). Zunächst fällt hier die Größe auf. Das iPhone Xs ist 5,8 Zoll groß, das XS Max 6,5 und das XR 6,1. Verbaut sind unterschiedliche Display, die den günstigeren Einsteigerpreis beim iPhone XR erklären. Vermutlich ist das XR auch das Gerät mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis. Nerds können sich die genauen technischen Details hier ansehen. Meiner Meinung nach sind die eher kleine Verbesserungen wirklich keine Aufregung mehr wert. Wohl aber der Slogan „Welcome to the big screens“. Damit verbunden ist nämlich, dass die Kleinen aussterben. Das von meiner Frau geschätzte iPhone SE hat eine Bildschirmgröße von 4 Zoll. Es ist handlich, wirkt stabile und elegant zugleich.

Größe zählt eben nicht

Anscheinend kommt es Apple nur noch auf die Größe an. Ersatzlos steigt man das Phone SE aus dem Programm, obwohl noch vor Monaten das Gerücht umging, es würde einen Nachfolger geben – weil sich das Gerät so gut verkaufe. Auch ich bin gelinde gesagt entsetzt. Mein iPhone 8 ist 4,7 Zoll groß. Für mich eigentlich auch schon zu groß. Würde ich jetzt ein neues Modell kaufen müssen, wäre die „kleinste“ Größe 5,8 Zoll — und erheblich teurer. Im Übrigen ist das die Größe des bisherigen iPhone X.
Mein Problem mit der Größe und warum auch ich das iPhone SE vermissen werde: größere Geräte sind empfindlicher. Das schlanke iPhone SE kann man mal eben in die Hosentasche (vorne) stecken, ohne das es groß stört. Selbst beim bücken muss man keine Angst haben, etwa zu verbiegen (wir erinnern uns…). Unterwegs beim wandern etwa ist das iPhone SE auf Grund seiner Größe auch das bessere Modell. Oder anders gesagt, die neue X-Serie ist etwas für bewegungsfaule Großstadtbewohner.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren