Landpartie, Teil 11

Landpartie, Teil 11

Wenig später stellte sich die Frau tatsächlich ebenfalls mit Brunner vor. Der kleine Tim saß auf ihrem Schoß und beruhigte sich langsam wieder. Die anfängliche ablehnende Haltung von Frau Brunner wich ebenfalls.

Die beiden Brunner führte einen kleinen Biolandbetrieb mit angeschlossenem Hofladen. Seit der Übernahme des Hofes von ihren Eltern und der Umstellung wurde aus Freizeit ein Fremdwort. Zusammen mit den Kinder wollten sie über ein verlängertes Wochenende an die Ostsee fahren.

Landpartie Tischgespräch mit Brunners
Hans / Pixabay

Sie waren genau so nervös wie Hedwig, wenn auch aus anderen Gründen. So ein betrieb beschäftigt einen ständig, auch in Gedanken. In kurzer Zeit lernte Hedwig einiges über die Unterschiede zur konventionellen Landwirtschaft. Ganz nebenbei revidierte sie ihre Meinung über die Ökos. Ihre bisherigen Erfahrungen beschränkten sich allerdings auf die Leute aus den Reformhäusern. Die rochen nicht nur komisch, sondern ließen immer auch Assoziationen an einen gewissen Herrn Schickelgruber aufkommen.

Hedwig sah dem Auto der Brunner nach, als es vom Parkplatz fuhr. Die Kinder winkten, statt ihr die Zunge herauszustrecken. Ihre eigene Problem hatte Hedwig verschwiegen. Sie war einfach sitzengeblieben, als die Brunner aufstand um weiter zu fahren.

Die Seniorengruppe zog auch weiter, es wurde langsam ruhige in der Raststätte. Hinter Hedwig wurden Tische geputzt und Stühle zurecht gerückt. Sie Sorte, wie jemand von hinten an sie herantrat.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren