Race for the Galaxy wiederentdeckt

Race for the Galaxy wiederentdeckt

Zweifelsfrei gehört Race for the Galaxy zu den unterschätzen Spielen. Erkenntnisse einer Woche voller Science Fiction Spiele.

Robo-Trash

Über den Film „Pacific Rim 2: Uprising“ muss man nicht viele Worte verlieren. Ein guter Wein, alternativ Bier und Chips — Gehirn abgeben und unterhalten lassen. Für uns passte der Film perfekt zur Woche der Science Fiction Brettspiele. Angefangen hat alles am vergangene Sonntag mit dem sich etwas in die Länge ziehenden Twilight Imperium. Es folgte Roll for the Galaxy und Alien Frontiers. Weil es zu Roll for the Galaxy noch den großen Bruder in unserem Regal gibt, griffen wir dann zu Race for the Galaxy. Den Abschluss bilden wird morgen Firefly, auf das ich mich schon ziemlich freue. Besonders, das Spiel mal in großer Runde zu spielen.
Zurück aber zu Race for the Galaxy. Mir ist mittlerweile entfallen, wo und wann ich das Grundspiel gekauft habe. Irgendwann in grauer Vorzeit. So weit liegt auch die letzte mit meiner Frau gespielte Partie zurück. Ich weiß lediglich, dass ich vor zwei Jahren auf der Spiel in Essen die dritte Erweiterung (deutsche Version) an einem Stand für drei Euro gekauft habe — ohne natürlich die zweite Erweiterung zu haben. Mittlerweile wird das Spiel auf Deutsch auch nicht mehr produziert.

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Race for the Galaxy

Race for the Galaxy rollt gut

Den Nachfolger beziehungsweise kleinen Bruder beziehungsweise die angeblich weniger komplizierte Version nennt sich Roll for the Galaxy und funktioniert mit Würfeln statt mit Karten — an Hand des Titels hätte man so was ahnen können. Das Spiel gibt es nach wie vor, sogar die empfehlenswerte Erweiterung „Der große Traum“.
Es gab zwei Gründe, warum wir diese Woche das Kartenspiel Race for the Galaxy gespielt haben. Die Science Fiction Spiele Challenge für dieses Jahr und die Neugier, wie sich das Kartenspiel im Vergleich zum Würfelspiel schlägt. Es gibt ja Gerüchte, es sei wesentlich komplizierter.
Als erstes fällt aber tatsächlich auf, dass es deutlich leiser ist. Jede Runde Würfel in einem Plastikbecher zu würfeln macht ganz schön Krach. Die Spielregeln unterscheiden sich dagegen nicht wirklich — bei beiden Spielen hätte man sich noch wesentlich mehr Mühe geben können, die an sich einfache Spielmechanik verständlich zu beschreiben. Vermutlich wird das weiterhin mein Dauerthema bei Brettspielen bleiben.
Ansonsten aber gefällt mir persönlich Race for the Galaxy sogar etwas besser. Es wirkt runder und spielt sich leicht flüssiger, weil man seinen nächsten Zug besser planen kann. Schließlich hat man die Karten auf der Hand und muss nicht warten, was die Würfel zeigen.

Kern des Spiels

Im Kern geht es bei Roll / Race for the Galaxy darum, sein Imperium aufzubauen. Dafür kauft man Entwicklungen, die Fortschritte bringen, oder entdeckte Planeten. Sobald 12 Karten beziehungsweise im Würfelspiel Plättchen ausliegen, ist das Spiel zu Ende. Oder aber, wenn keine Siegpunktechips mehr im Vorrat vorhanden sind. Der Spieler mit den Meisten Punkten (Siegpunkte plus ausgespielte Kartenwerte) gewinnt das Spiel. Hört sich nicht nur einfach an, es ist tatsächlich auch einfach. Ausgespielte Planeten und Entwicklungen bringen Boni oder verändern die Grundregeln. Insgesamt gibt es fünf verschiedene Spielphase, aber nur die Phasen, die von mindestens einem Spieler gewählt wurden, finden in der Runde für alle Spieler statt. Die Downtime geht fast gegen null, denn es wird gleichzeitig gespielt.
Einziger Haken: so was wie Interaktion ist kaum vorhanden. Trotzdem ist Race for the Galaxy ein empfehlenswertes Spiel. Schnell aufgebaut, einfach erklärt und es gibt ja auch noch für jeden Spieler eine Übersichtskarte — die gehört zum Spiel und muss nicht extra über BGG gefunden und selber ausgedruckt werden.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren