Azul ein halbes Jahr

Azul ein halbes Jahr

Der Sommer hat gerade erst richtig angefangen. Trotzdem ist Azul für mich bereits jetzt das Sommerspiel des Jahres — hoffentlich auch für andere.

Rückblick und Vorschau

Zumindest für mich steht das Sommerspiel des Jahres fest. Allerdings weiß ich noch nicht, ob aus meinem persönlichen Sommerspiel des Jahres auch ein Spiel des Jahres wird. Noch kann man für Azul jedenfalls die Daumen drücken. Aber alles schön der Reihe nach. Die erste Jahreshälfte ist heute um. Ehrlich gesagt bin ich recht froh darüber, denn die ersten sechs Monate waren in jeder Hinsicht durchwachsen. Wer einen kleinen Einblick in meinen Alltag bekommen möchte, ließt ja bereits hier im Blog oder kann im Archiv stöbern.
Statt über Vergangenes an dieser Stelle zu jammern, blicke ich lieber auf die gespielten Brettspiele zurück. Stand gestern Abend waren es in den ersten sechs Monaten 202 Parteien, die ich gespielt habe. Das entspricht einer Gesamtspielzeit von 202 Stunden. Gespielt wurden 43 verschiedenen Spiele, was mich zu den unterschiedlichen Herausforderungen bringt, die ich mir für dies Jahr vorgenommen habe. Einen großen Teil davon werde ich wohl nicht schaffen, was an dem liegt, was hauptsächlich an Oktober auf den Spieltisch kommt — die Rede ist hier von der deutschen Ausgabe von Gloomhaven.

Ramschladen bei Azul
Ramschladen bei Azul

Sommerspiel Azul

Bis dahin ist es aber noch etwas Zeit. Bestimmte Herausforderungen nicht zu schaffen ist ehedem nicht besonders schlimm, denn diese dienen ja nur zur Orientierung. Das hilft dann bei Neuanschaffungen und bei der Ausdünnung der Spielesammlung. Nicht alles, was im Regal herumliegt, hat noch eine Berechtigung. Besonders nicht dann, wenn Spiele wie Azul auf den Markt kommen.
Ende Mai lernte ich das Spiel zum ersten Mal kennen. Bereits nach dieser ersten Partei war mir klar, dass es auf jeden Fall in die Sammlung hört. Dem stand jedoch seine Verfügbarkeit entgegen, denn Azul war zu diesem Zeitpunkt nirgends zu bekommen. Letzte Woche gab es dann bei diversen Spielehändlern eine begrenzte Menge Nachschub. Klar nutzte ich sofort die Gelegenheit. In den letzten nicht mal 24 Stunden haben meine Frau und ich bereits sechs Partien absolviert. In Bezug auf die Spielsiege gibt es aktuell einen Gleichstand. Aber nicht nur das macht Azul zu einem großartigen Spiel. Es ist schnell erklärt, hat tolles Material und eine angenehme Spieldauer. Zudem puzzelt man längst nicht alleine vor sich hin, sondern kann den anderen gehörig die Suppe versalzen. Ein Fliesenleger zu sein war nie schöner. Und um es noch mal an dieser Stelle ganz deutlich zu sagen: wird Azul nicht Spiel des Jahres, hat die Jury auf ganzer Linie versagt. Aus meiner Sicht ist kein anderes Spiel auf der Auswahlliste so gut geeignet, um Menschen für das Kulturgut Spiel zu begeistern. An Azul kommt man einfach nicht vorbei.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren