Morgens im Park

Morgens im Park

Die Welt scheint morgens noch in Ordnung. Man läuft durch den Park, wird lediglich von freilaufenden Hundebesitzern angefallen. Trotzdem bleibt man noch vor dem ersten Kaffee sogar gelassen.

Ach die Lerche

Das mit der Lerche und Nachtigall bringe ich immer wieder durcheinander. Lediglich die zeitlichen Vorlieben von Eulen kann ich mir merken. Was aber nicht dran liegt, dass ich dank Augenringe selber wie eine aussehe. Bei mir sind es lediglich Sommerringe (statt Reifen). Die entsteht durch zu warme Nächten, in denen ich noch weniger Schlaf finde als sonst.
Wie dem auch sei, was ich eigentlich sagen wollte: frühes Aufstehen liegt mir nicht, obwohl ich kein Nachtmensch bin. Das Leben als Berufstätiger ist meistens jedoch mit frühem aufstehen verbunden. Mittlerweile bin ich in ein Alter gekommen, wo sich das fest in den Rhythmus eingebrannt hat. Auch wenn ich eigentlich noch müde bin, stehe ich selbst am Wochenende spätestens gegen 7:30 Uhr auf. Was war das herrlich im Studium, als der Wecker morgens 11:30 Uhr zeigte und man den ersten Gedanken an aufstehen wieder verwarf.
Wenn man denn schon wach ist so wie ich heute wieder, kann die Zeit auch sinnvoll nutzen. Bei stabiler Wetterlage bedeutet das, zu duschen, die Harre etwas antrocknen zu lassen und dann noch vor dem Frühstück raus zu gehen.

Morgens auf dem Markt
tommileew / Pixabay

Morgens zum Markt

Lediglich einkaufen zu gehen wäre jetzt zu kurz gegriffen. So wie heute geht es quer durch Nippes, eine halbe Runde durch die Flora und dann zum Rhieler Wochenmarkt (mein Geheimtipp für den Samstag). Dort lässt es sich morgens bequem einkaufen, guten Kaffee von Schamong gibt es dort auch. Nach gut einer Stunde bin ich dann wieder zu Hause, nicht ohne vorher aus der Lieblingsbäckerei frische Brötchen besorgt zu haben.
Heute machten meine Frau und ich noch einen kleinen Umweg zum Baumarkt. Da Herr Weber bald mit einer neuen Falsche gefüttert werden will, wollten wir rechtzeitig für Nachschub sorgen. Kann man auch online bestellen, aber mir waren in diesem Fall die Portokosten etwas zu hoch. Dafür sind wir dann regelrecht belohnt worden. Für ein Dreierpack Kartuschen haben wir 19,95 Euro bezahlt. Genau die kosten beim Onlinehändler dessen Namen man nicht nennen darf 37,99 Euro (plus Versandkosten). Bei Hersteller direkt ist es günstiger, liegt aber auch inklusive Versand über 30 Euro.

Phantasie im Supermarkt

Die einzige wirklich Enttäuschung heute morgen war der REWE am Rhieler Wochenmarkt. Wobei es natürlich auch sein kann, dass wir durch das Angebot in Nippes etwa verwöhnt sind. Wir hatten so wenig im Einkaufswagen, dass es nicht mal Fußballbilder für die Kinder der Nachbarn gab.
Keine Frischfleischtheke, unterirdische Kaffeeauswahl — dafür dann aber eine sehr abgefahren Szene an der Kasse. Der Mann hinter uns legte vier Packungen Babyputztücher aufs band, drei Sorten Senf und Gemüse. Mir ging dann die Phantasie durch. Irgendwelche merkwürdigen Spielchen im Bett, die ihn stimulieren. Er reibt sich oder seine Partnerin mit Senf ein, um dann auf nackten Körper Gemüse zu dippen. Zum saubermachen braucht man dann die Putztücher. Gut, lassen wir das.
Für mich ist es unglaublich entspannend, morgens vor dem Frühstück einzukaufen, weil ich dann das Frühstück richtig genießen kann. Der Wochenendeinkauf ist erledigt, fast der ganze Samstag liegt noch vor einem.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren