Herr Weber und der Grill

Herr Weber und der Grill

Die Anschaffungen eines Grills sollte gut überlegt werden. Insbesondere bei den Anschaffungskosten eines Grills aus dem Hause Weber ist ein Spontankauf möglicherweise doch die richtige Wahl.

Alle Jahre wieder

Jedes Jahr, wenn die Grillsasion beginnt, wird bei uns zu Hause erneut eine Sache diskutiert. Nicht etwa, ob wir künftige tierfrei grillen (so was fangen wir erst gar nicht an). Sondern womit wir in diesem Jahr grillen wollen. Letztes Jahr wurde das Thema zu wiederholten Male verschoben — zugunsten einer Espessomaschine. Sehr euphemistisch hieß es damals von mir:

Aber, Herr Weber, nächstes Jahr wird es bestimmt was mit uns. Ganz sicher.

Ganz so sicher waren wir uns dann letzte Woche nicht. Eigentlich ist auf unserem Balkon ja gar kein Platz mehr. Die Pflanzen machen sich da breit und man möchte auch mal ab und an zumindest auf dem Balkon stehen und frische Luft atmen können. Zudem kam das logistische Problem mit der Gasflasche hinzu. So eine Gasflasche ist echt klasse und auch verdammt günstig. Aber ohne Auto auch etwas unhandlich in der Anschaffung und Neubefüllung. Auf dem Balkon würde sie weiteren Platz einnehmen und bei Nichtgebrauch im Keller lagern sie nur Ignoranten.

Weber und der Grill
pixel2013 / Pixabay

Herr Weber trifft Ausflüchte

Kurzum, wir fanden immer wieder Ausflüchte, die gegen eine Anschaffung sprachen und sprechen. Dan kamen wir auf die Idee mit der Belohnung. Unser Keller muss schon seit längerem aufgeräumt werden. Wir setzten uns das für die kommenden Wochen zum Ziel. Als Belohnung würde es dann einen Grill von Weber geben. Für die Unterbringung auf dem Balkon wollten wir dann noch eine Gartenkiste anschaffen — ein weiteres Hindernis, natürlich.
Bei der letzten Tichu-Runde wurde dann unser Vorhaben in Frage gestellt. „Ich glaube, ihr kommt nie zu einem Weber.“ Tja, was soll ich sagen? Ganz falsch war die Feststellung ja nicht. Schließlich rechneten meine Frau und ich uns die Monate aus, die nach dem Aufräumen des Kellers noch zum grillen bleiben würden. Es sah nicht gut aus für Herrn Weber. Der Mai ist recht kurz, frühstens Mitte Juni hätten wir den Keller dann so weit. Dann muss man noch einen Termin mit Herrn Weber machen, beziehungsweise den Grill bestellen. Von eher Ende Juni bis Ende Juli wäre der Grill dann nutzbar. Im August sind wir im Urlaub und dann ist schon fast wieder Herbst.

Negatives Schönreden

Ganz offensichtlich gibt es auch das Gegenteil von schönreden. Schließlich hatten wir am Montag noch den Elektrogrill in Betrieb und redeten uns ein, einen Weber nun wirklich nicht zu benötigen. Zum Glück lässt sich der Bauch nicht so leicht überzeugen wie der Kopf. Gestern suchte ich dann nach einem Weber.
Sicher, es gab eine Wunschfarbe. Zwei Seitentische wären vielleicht wirklich praktisch. Genau so wie ein im Deckel integriertes Thermometer. Verzichte man aber auf alles, bekommt man einen Weber aus der aktuellen Q-Serie für weniger als 200 Euro. Der wurde dann bestellt. Herr Weber wird dann in den nächsten Tagen bei uns einziehen — endlich.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren