Sonntagssalat

Sonntagssalat

Kopfsalat ist die eine Sorte von Gartensalaten. Spätestens seit Herbert Grönemeyer und „Alkohol“ gibt es jedoch noch eine andere Bedeutung. Darüber gelangt man dann zum typischen Sonntagssalat.

Sanitäter in der Not

An Herbert Grönemeyer scheiden sich die Geister. Ich für meinen Teil gehören zu denjenigen, die ihn gut finden. Gleichzeitig ist nach wie vor mein Lieblingsalbum von ihm ganz eindeutig das 1984 veröffentlichte „4630 Bochum“. Unvorstellbar für Jüngere: Es gab mal in Deutschland vierstellige Postleitzahlen. Auf besagtem Album jedenfalls befindet sich das Lied Alkohol mit folgender Strophe:

Alkohol ist dein Sanitäter in der Not
Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot
Alkohol ist das Dressing für deinen Kopfsalat
Alkohol, Alkohol

Grönemeyer bezieht sich auf Alkohol, der das Dressing für den Kopfsalat ist. Eine schöne Anspielung. Dabei kann sich der Kopf aber auch ganz ohne Alkohol anfühlen, als hätte man die Nacht durchgemacht. Damit sind wir dann beim Sonntagssalat und dem Gefühl, welches mich heute durch den Tag begleitet. Besonders gut geschlafen habe ich nicht, mein Kopf fühlt sich matschig an und im Magen ist mir Flau. Letzteres kann mindestens zwei Ursachen. Der Espresso heute morgen war möglicherweise zu stark. Auch riecht es im Arbeitszimmer nach mit dem Laser verbrannten MDF-Platten.

Sonntagssalat
stephy34 / Pixabay

Sonntagssalat mit MDF

Die MDF-Platten stammen aus dem „Recharge-Pack“ für den Schachteleinsatz für Terraforming Mars. Dabei hört sich Recharge-Pack sehr positiv an und erinnert an Charterstone, bei dem wir gestern die Kampagne beendet haben. Das Spiel schwirrt mir auch noch durch den Kopf, was wohl auch seinen Teil zum Sonntagssalat beiträgt. Die Kampagne hinterlässt bei mir ein sehr zwiespältigen Eindruck. Es mag sein, dass wir mal wieder ähnlich in Pandemic Legacy ins Näpfchen getreten sind und das böse Ende erwischt habe. So habe ich als Spieler zwar die Kampagne gewonnen, aber meine Seele verloren (kleiner Spoiler).
Ist jetzt der Sieg dadurch weniger wert? Befriedigend fühlt sich das nicht an, zumal ich im letzten Spiel nur deshalb wieder Sieger wurde, weil ich eine ziemlich langweilige Strategie gefahren bin. Hier bin ich wirklich gespannt, wie tauglich Charterstone jenseits der Kampagne ist.
Zurück zum Kopfsalat. Ich schrieb ja gestern darüber, dass mich BattleTech wieder reizt. Übersehen habe ich dabei ganz offensichtlich, wie verwirrend die Informationslage zum Spiel ist — und wie miserabel die deutsche Übersetzung von Ulisses Spiele. Ganz ehrlich, man kann Regeln auch verständlich machen. Die Starterbox hilft Neueinsteigern nicht wirklich, man muss sich eine Menge zusammensuchen.

BattleTech für Einsteiger

Sobald ich selber Ordnung ins Chaos gebracht habe und einen Tag ohne Sonntagssalat erwische, werde ich Stück für Stück einen Leitfaden für Einsteiger runter schreiben. Denn nach wie vor ist BattleTech ein lohnenswertes Spiel. Es müsste nur mal wirklich im 21. Jahrhundert ankommen.
So, und jetzt nach dem dieser Blogeintrag verfasst ist, lege ich mich erstmal wieder hin.

2 Replies to “Sonntagssalat”

  1. Lieber Thomas Boley, also wenn jemand Grönemeyers „4630 Bochum“ gut findet und dazu in Nippes wohnt – da haben wir doch schon einmal zwei kleine gemeinsame Nenner!
    Ich würde Sie nämlich gerne mal am Schillplatz treffen und mit Ihnen unaufgeregt über die DSGVO reden. Das kann man nämlich in den Kreisen, in denen ich bloggend verkehre nicht. Da muss ich schon manchmal mich dem Verdacht aussetzen, frauenfeindlich zu sein, denn mir kommt da immer wieder das Wort „Hysteria“ in den Sinn.
    Ich hatte schon einmal vor längerer Zeit Ihre Ausführungen dazu gelesen ( und nur so den Blog gefunden ), und das kam mir vernünftig vor, obwohl ich jetzt nicht wirklich sachkundig bin ( und auch wenig Bock auf Juristisches habe ).
    Ansonsten bewege ich mich in einer ganz anderen Altersklasse und einer ganz anderen Blogosphäre. Aber Austausch bringt doch immer wieder frischen wind ins Gemeinwesen…
    LG
    Astrid Kahmen

  2. Also bei Hysterie denke ich in erster Linie an die feministische Burschenschaft Hysteria zu Wien ;-)
    Was den Austausch angeht, sehr gerne. Die Details klären wir dann am besten per E-Mail.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren