Karton zum spielen

Karton zum spielen

Kartons als Umverpackung gab es bereits Jahrzehnten vor dem Onlinehandel. Genauso gab es auch tausende Möglichkeiten die nach dem Auspacken nutzlose Verpackung einem neuen Verwendungszweck zu überantworten.

Alte Verpackungen Wiederverwertet

Früher wurden die meisten Artikel im stationären Handel gekauft. Zusätzliche Kartons gab es extrem selten. Mit der explosionsartigen Zunahme des Onlinehandels nimmt nicht nur der Lieferverkehr zu, sondern auch die Notwendigkeit, Ware in Kartons zu verpacken. Hört sich alles nüchtern an, wer aber mal bei uns in die Altpapiertonne schaut, könnte das Grauen bekommen. Autofrei wohnen bedeutet eben auch, sich viele Dinge des täglichen Bedarfs liefern zu lassen — in Kartons. Aber auch Konsumgüter werden bestellt und verschickt. Bei meiner Frau und mir führt das zu einem leicht messiehaften Verhalten. Für irgendetwas kann man den Karton bestimmt gerauchten, also wird er erstmal im Keller gelagert. Keiner Wunder, das dort kein Platz mehr ist.
Die wohl langweiligste Art und Weise, einen Karton wieder zu verwenden ist die, mit ihm selber etwas zu verschicken. Die zweite Option kenne ich noch aus meiner eigenen Kindheit. Man konnte Schätze darin aufbewahren. Oder Malsachen für die Schule. Vorzugsweise wurden dafür Schuhkartons verwendet. Ob die Schuhkartons bei einer Onlinebestellung auch in einem zusätzlichen Karton versendet werden? Keine Ahnung, ich würde mir nie online Schuhe bestellen.

Inklusive Karton zum spielen
Neuer Lehrerdrucker

Kartons für Kinder

Es geht aber gar nicht so sehr um die Philosophie des Onlinehandels oder den Abgesang auf den Einzelhandel. Sondern um Kartons. Und um ein neues Gerät, was wir dann doch online bestellt haben. Der Hintergrund ist dabei recht schnell erklärt. Drucker kommen und gehen in unserem Haushalt. Wir hatten eine ganze Reihe Modelle von Canon, etwa gleich viele von HP, einen Ausrutscher mit einem Epson Drucker und einen von Apple selber, dem ich heute noch eine Träne nachweine. Damit ließ sich nämlich sogar dünnes Holz bedrucken. So unterschiedlich die Modelle auch waren, sie hatten eine Gemeinsamkeit. Es waren allesamt Tintenstrahldrucker.
Im Studium kein Problem, so groß war der Druckbedarf nie. Auch später nicht, bis zu dem Zeitpunkt, als meine Frau Lehrerin an einem Gymnasium wurde. Damit explodierte der Druckbedarf förmlich. Es stieg der Verschleiß, etwa alle zwei bis zweieinhalb Jahre musste ein neues Gerät her. Zwischendurch fraß uns der jeweilige Drucker die Haare vom Kopf. So ein Tintenstrahldrucker säuft mehr als ein schwerer Alkoholiker. Nach und nach setzte sich die Erkenntnis durch, das dem nur mit einem Laserdrucker beizukommen sei.

Anforderungen für Lehrer

Die Anforderungen für einen neuen Drucker machten uns schnell deutlich, dass wir nicht mit einem Heimgerät glücklich werden würden. Ausdrucke in Farbe, kopieren und scannen. Duplexdruck. Ein klarer Fall für ein echtes Officegerät — und nicht für ein Modell, das so eine Bezeichnung nur im Namen trägt. Es wurden dann schließlich ein Kyocera Ecosys M5526cdw. Der Karton, in dem der Drucker geliefert wurde, hätte auch einen Trockner enthalten können. Ohne Mühe ließ sich der nicht ins Altpapier geben und im Keller gab es auch keinen Platz mehr. Spontan viel mir auch nicht ein, was man damit an wen verschicken würde. Aber ich hatte eine andere Idee.
Als Kind hatte ich nämlich auch so einen Karton, es gibt ein Foto von mir damit und einem fantastischen kleinen Haus, was ich draus gebastelt habe. Gestern Abend haben wir dann den kleinen Sohn unserer Nachbarn sehr glücklich gemacht. Und der Karton hat jetzt einen neuen Besitzer.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren