Terraforming Schachteleinsatz

Terraforming Schachteleinsatz

Mit einem Schachteleinsatz für das Lieblingsbrettspiel soll die Aufbauzeit reduziert werden. Um Ordnung im Karton hergestellt werden. Werbeversprechen sollte man allerdings nie blind vertrauen.

Ruhe auf dem Mars

Innerhalb kürzester Zeit hat sich Terraforming Mars zu einem neuen Lieblingsspiel entwickelt. Mittlerweile liegt die sechste Partie hinter meiner Frau und mir — mit einem deutlichen Vorsprung für sie. Sie führt mit vier Siegen. Selbst gestern, als sie meinte extrem schlecht gespielt zu haben, war ich trotz aller Bemühungen meinerseits am Ende der Verlierer. Ich sollte mich der Venus zuwenden — schließlich haben wir die Erweiterung bereits.
So toll das Spiel auch ist, die Spielertableaus sind suboptimal. Ohne Overall, welches die Würfel an Ort und Stelle hält, ist das Spiel mehr Geduldsspiel als Strategiespiel. Man muss aufpassen, dass einem nicht wichtige Ressourcen verrutschen. Was im Eifer des Gefechtes schnell passieren kann.
Für uns stand daher fest, dass Auflagen her mussten. Beim durchgehen mehrerer Rezension stieß ich dann auf das Video von Jörg (cliquenabend), in dem er den Schachteleinsatz von Blackfire vorstellt. Die Overlays von Blackfire hatte ich wegen des guten Preisverhältnisses bereits ins Auge gefasst. Fünf Stück für knapp 20 Euro, statt eins für 10 Euro von einem anderen Hersteller.

Terraforming Schachteleinsatz
Terraforming Schachteleinsatz

Schachteleinsatz sorgt für Frust

Der komplette Schachteleinsatz sollte 39,90 Euro kosten. Für 19,90 Euro (wenn man mal den Betrag für die Overlays abzieht) hätte ich nicht die entsprechenden Kunststoffdosen von Smiling Monster bekommen. Jörg erwähnte, dass er Schachteleinsatz erst zusammengebaut werden muss. Für mich als IKEA-Stammkunde und jemand, er eine Zeit lang Warhammer-Figuren geklebt und bemalt hat, hörte sich das prinzipiell nicht gruselig an. Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunkt, dass ich mit den Kunststoffdosen, die ich ansonsten immer für Spiele bestelle, besser gefahren wäre.
Es sind eine ganze Reihe von Punkten, die den Schachteleinsatz für Terraforming Mars von Blackfire aus meiner Sicht unbrauchbar machen. Die Aussage von Jörg, die Karten würden mit Hüllen in die Ständer passend, ist unzutreffend. Ich selber habe sehr dünne Hüllen. Man muss die Karten ziemlich reinpressen. Die Spielübersichten lassen sich gar nicht mit Hülle verstauen. In den Spielkarton passt der Schachteleinsatz auch nur mit knapper Not. Man muss den bedruckten Pappeinsatz (der wirklich sehr dünn ist) entsorgen. Auch dann ist alles ziemlich auf Spannung.

Praktisch und  unpraktisch
Praktisch und unpraktisch

Brüchiges Plexiglas

Wirklich zum Kotzen finde ich aber die Plexiglas Abdeckungen für die Spielersteine. Die lassen sich nur mit Druck auf die zusammengebaute Dose setzen. Etwas zu viel Druck, und der Kunststoff bricht wie bei mir. Bei den ganzen Ausmaßen ist wirklich Null Toleranz für kleinste Abweichungen. Gebrochen ist mir auch ein Overlay, als ich die Schutzfolie abgezogen habe — und da war ich schon vorgewarnt wegen der Materialqualität. Zu guter Letzt, aber das bin ich selber Schuld, habe ich den Einsatz für die Sonderplättchen falsch zusammen gebaut.

Sollbruchstelle
Sollbruchstelle

Insgesamt eine lehrreiche, aber teure Erfahrung. Von der Firma werde ich mir jedenfalls nichts mehr kaufen. Ich bleibe bei den bewährten Kunststoffdosen. Mit einer Ausnahme. Für Gloomhaven werde ich mir wieder einen Schachteleinsatz kaufen. Aber den gibt es zum Glück von einem anderen Hersteller, der verspricht, man müsse nichts kleben. Mal sehen, auf welche Fallstricke ich dann stoßen werde.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren