Von allen guten und bösen Geistern verlassen

Die Angabe eines Verwendungszweck bei Überweisungen kann eine heikle Sache sein. Im Normalfall ist sie jedoch zwecks einfacher Zuordnung erforderlich.

Oetker Millionen

Zu einer Zeit, als es so was wie PayPal Friends noch nicht gab, überwies man sich oft im Freundes- und Bekanntenkreis kleinere Beträge. Gemeinsame Reisekasse, Anschaffung von WG-Gemeinschaftseigentum und ähnlichem Kram. Eine meinte dabei, besonders witzig zu sein hinsichtlich des Verwendungszwecks. Angaben wie „Aus den Oetker-Millionen“ konnten jedoch zu ernsthaften Problem mit der Polizei führen. Auch „für Koks und Nutten“ ist eher lustig gemeint als wirklich witzig.
Ich für meinen Teil habe lieber auf solche Späße verzichtet. Nicht mal kryptische Angaben standen bei mir auf den Überweisungsträgern. Im Zeitalter der elektronischen Kontoführung gibt es nach wie vor Überweisungen und den Verwendungszweck. Das letzte Mal gab ich ihn vor ein paar Tagen an, als ich 135 € an Feuerland Spiele überwies. Damit wurde dann meine Bestellung der deutschen Ausgabe von Gloomhaven offiziell. Um meine Bestellung zuordnen zu können, musste natürlich ein Verwendungszweck mit der Bestellnummer angegeben werden.

Verwendungszweck Osterferien

RonnyK / Pixabay

Verwendungszweck mal anders

Hier im Blog selber gibt es hin und wieder auf Dingen mit einem bestimmten Verwendungszweck. Etwas meine Weihnachtsgeschichte. Oder den die Texte, welche ich im letzten Jahr während meines Urlaubs veröffentlicht habe. Sie sind eine Ausnahme im „Normalen“ Blogbetrieb, fallen etwas aus der Reihe. Sie haben allerdings einen bestimmten Zweck: mir etwas Luft zu verschaffen, ein paar Tage, wo ich nicht meinem üblichen Schreibrythmus unterliege. Auf der einen Seite bloge ich sehr gerne. Schreiben gehört für mich wie das Atmen einfach dazu. Andererseits tut so eine Kreativpause auch mal ganz gut.
Verwendungszweck Ferien, das ist so zusagen das Motto in den Osterferien für mich. Etwas Abstand vom täglichen Wahnsinn, insbesondere von dem der SPD. Ganz ehrlich, mich hat das ziemlich mitgenommen. Der Zirkus um Kanzlerkandidaten, erst die Absage, dann die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Schließlich das Mitgliedervotum und der Eintritt in die Große Koalition. Und es ist noch längst nicht zu Ende. Wenn ich an Andrea Nagels denke — aber ich möchte mich jetzt nicht aufregen.
Hier im Blog jedenfalls wird es eine Kurzgeschichte geben über die Ferien. Eine, die mir beim schreiben sehr viel Spaß bereitet hat. Sie hat mir auch wieder gezeigt, was für eine Schreibernatur ich bin. Drauf los schreiben geht definitiv nicht. Ich plane meine Texte und komm damit bestens zurecht. Wie Jan Weiler es bei der lit.cologne treffend auf den Punkt brachte. Es ist dann einfach nur noch abarbeiten, wenn der Rahmen steht.

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