Es scheint wieder ein Jahrestag anzustehen, denn der Spiegel wartet mit einem sensationellen Titelthema auf: „Aus Schutt und Schuld. Der unglaubliche Wiederaufstieg der Deutschen nach 1945”.
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Nach einer Woche scheint es so, als ob ich mich einigermaßen erholt hätte, vom Schock. Was ist passiert? Nun, ich hätte morgens meine Süddeutsche Zeitung zu Hause vergessen und mir vor lauter Verzweiflung den Spiegel gekauft. weiterlesen »
oder weniger nichts.
Am besten macht der aufgeklärte Zeitgenosse mit der morgen erscheinenden Ausgabe das, was unten rechts auf dem Titelblatt zu sehen ist: Ignorieren.
Mit der provokanten Überschrift habe ich mich natürlich jetzt etwas weit aus dem Fenster gelehnt, aber das ist nicht weiter schlimm – frische Luft soll ja gesund sein. Auch der zweiten Verlockung, auf das Thema Blogger in Deutschland, den Spiegel und BILD werde ich nach Möglichkeit widerstehen. Nur so viel sei gesagt: Zwar unterscheiden sich der Spiegel und Bild von der Zielgruppe, aber mehr halt auch nicht.
Ausgerechnet morgens beim Blick in den Spiegel fällt mir der Spruch „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte” ein.