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Apple

Auf dem Weg zurück

Es ist nur so eine Stimmung, sagte ich mir. Das vergeht wieder und ehe du dich ich versiehst, glaubst du wieder ganz fest daran. Tja, und dann lese ich gestern von einem, der seinen Zweifel Taten hat folgen lassen. Und in den Kommentaren zu seinem Bericht darüber von vielen anderen, denen es ähnlich geht.

Die Erkenntnis, nicht alleine zu sein beruhigt und schockiert zugleich. „Goodbye Apple…“ schrieb Bernd gestern in seinem Blog Rosenblut. Hin und wieder zurück. Von Windows zu Apple und jetzt, 2017 wieder den umgekehrten Weg. Aus Gründen.

blickpixel / Pixabay

Selber gehöre ich seit rund 20 Jahren zu denjenigen, die mit einem Betriebssystem von Apple arbeiten. Ja, so lange ist das her das ich noch die Betriebssysteme vor Mac OS X kenne und eben auch die Phase, wo Apple ohne Steve Jobs auskommen musste.

Vieles habe ich mitgemacht, viel Veränderungen gegenüber Kritik (zum Beispiel der Wegfall des Diskettenlaufwerks) verteidigt. Immer war ich auch bereit, deutlich mehr für meine Hardware von Apple zu zahlen als mich ein vergleichbarer Windows PC gekostet hätte. Schließlich wusste ich, was ich an Apple hatte.

Mittlerweile bin ich mir da aber ganz und gar nicht mehr sicher. Auf der Arbeit hatte ich in den letzten Monaten schon mit Kollegen Szenarien durchgespielt. Bei Lightroom und Photoshop wäre es für mich ein leichtes, von heute auf morgen mit Windows zu arbeiten — dank Cloud-Lizenz. Viele andere Programme müsste ich jedoch komplett neu kaufen, für einige gibt es vermutlich kein vergleichbares Gegenstück. Noch hält mich das von einem wirklichen Wechsel zurück.

Mein Unmut wächst aber zunehmend. Längst strahlt für mich Apple nicht mehr so hell wie früher. Versprechen wurden nicht eingehalten, die Updatefrequenz steigt, weil Systemversionen fehlerhafter sind. Gleiches gilt für die von Apple mitgelieferten Programme. Mail musste ich vor längerer zeit schon ersetzen, Safari neigt gerne dazu, die Prozessorlast auf über 100 Prozent zu bringen und die Abstürze andere Applikationen mehren sich.

Was die Hardware angeht, die ist bei mir sicher in die Jahre gekommen. Gerne würde ich mir ein neues Gerät für zu Hause kaufen, die Ansprüche sind auch nicht so hoch. Nur möchte ich kein Computer neu kaufen, dessen Komponenten hoffnungslos veraltet sind.

Ob das alles mit dem Tod von Steve Jobs zu tun hat und ob Tim Cook als neue CEO von Apple wirklich an allem Schuld hat, ist mir als Kunde und treuer Nutzer letztendlich egal. Ich will Hardware, die funktioniert. Ich will ein stabiles Betriebssystem. Klar möchte ich auch Geräte, die schick aussehen. Mir kommt es aber definitiv auch auf die Nachhaltigkeit an. Es muss möglich sein, Komponenten selber austauschen zu können. Fest verbauten Arbeitsspeicher, ein verklebtes Gehäuse — für mich absolutes „No Go“.

Wo sind sie, die neuen schicken und auch bezahlbaren iMacs, die diesen Anspruch erfüllen? Es wird sie nicht mehr geben. Der Mac mini, mein derzeitiges Gerät, wurde auch von Mal zu Mal verschlimmbessert. Die Produktlinie im Desktopbereich dümpeln vor sich hin, Mac OS X, so bezeichnet das jemand bei Rosenblut in einem Kommentar, ist kein Betriebssystem sondern ein Betrübsystem.

Vergangen Tage hat sich einer meiner Kollegen ein neues MacBook Pro gekauft. Die einzige wirklich Verbesserung aus meiner Sicht betraf das Gehäuse, denn dort hat Apple endlich einsehen, dass der leuchtende Apfel das Display beschädigt und ihn entsprechenden entfernt. Leider wurden aber auch noch eine Menge anderer Sachen entfernt, so dass mein Kollege einen teureren Adapter kaufen musste, damit er genau so viel Anschlüsse wie ich an meinem betagten AirBook hat. Schon komisch, oder?

Wenn ich mir das Windows Surface Tablet anschaue, dann sehe ich Innovation, die ich früher nur von Apple kannte. Ein Tablet, was auch ein Laptop ist. Und was wie Dock auch noch zu einem Desktop-Rechner mutieren kann. Statt ein iPad für’s Sofa, ein Laptop für unterwegs und einen Desktop-PC mit externen Monitor für den heimischen Schreibtisch nur noch ein Gerät. Hört sich wie ein verlockendes Versprechen an, zumindest für mich. Die Preise mit Zubehör? Geschenkt, wenn man Apple-Maßstäbe als Vergleich nimmt.

Das Ende leuchtet nicht

Das wohl auffälligste Detail an den gestern vorgestellten neuen Mac Book Pros dürfte für langjährige Kunden von Apple der fehlenden leuchten Apfel auf der Rückseite des Geräts sein. Das wirkt wie ein versteckter Hinweis. Seht her, unsere Strahlkraft hat genau wie die unserer Produkte nachgelassen. weiterlesen →

Cook Cart und Marios Keynote

Wieder eine Hochmesse der bedingungslosen Konsumkultur und meine Frau und ich saßen dabei vorm Fernseher mit angeschlossenen Apple TV — trotz unseres erheblichen Unmutes über 13 Milliarden Euro, die Apple an Steuern eingespart hat. weiterlesen →

Apple und die Steuernachforderung

Wie jeder andere Bürger auch zahle ich meine Steuern. Eigentlich lediglich ein fast richtiger Satz, denn es müsste heissen „wie jeder anständige EU-Bürger“. Zudem müsste ich auch schreiben, dass ich den normalen ermittelten Steuersatz zahle und weder versucht habe noch versuchen werde, die Steuerlast durch merkwürdige Firmenkonstrukte zu mindern. weiterlesen →

Apple der 13.

Gestern war nicht nur Montag, der 13. – wer Garfield kennt, weiß, was es damit auf Sicht hat – sondern auch die Eröffnung der WWDC (Apples Konferenz für Entwickler) mit einer Keynote. Zwei Stunden Programm, bei dem ich zum ersten Mal vorm Fernseher eingeschlafen wäre. weiterlesen →

Neuauflagen statt Innovation

Es gibt Apple-Events, die bleiben noch lange in Erinnerungen. Produkte werden gezeigt, von denen man träumt, auf die man sich richtig freut und den Tag der Vorbestellung genauso herbei sehnt wie den der Auslieferung. Und es gibt Apple-Events, die einen gelangweilt auf dem Sofa zurücklassen. weiterlesen →

Wenn die Cloud klaut

Das Wetter gestern lockte mit umwerfenden Sonnenschein — für mich ein Grund, früh aufzustehen und endlich meine Wanderbeine wieder in Schwung zu bringen. Unterwegs von Dormagen bis Kapellen auf dem X3 Rhein-Netteseen-Weg. Zusammen gekommen sind dabei gut 30,4 Kilometer. Laut Planung sollten es weniger sein, aber beim Essen beschwere ich mich schließlich auch nicht, wenn es mal etwas mehr ist. weiterlesen →

Die magische Maus der Geldvermehrung

Während ich im Büro nach wie vor eine kabelgebunden Maus für 10 Euro eines großen deutschen Kaffeehändlers (ja, der verkauft tatsächlich auch noch Kaffee) benutze, dient zu Hause eine Magic Mouse unter meiner Hand. Mit der Maus bin ich nach wie vor sehr zufrieden. Kritik an der Form, die angeblich nicht ergonomisch sei, kann ich nicht nachvollziehen. weiterlesen →

Und die Musik spielt dazu

Ende des Monats endet mein dreimonatiges Probeabo von Apple-Musik. In der gesamten zurück liegenden Zeit habe ich das genau einmal ausprobiert, unmittelbar nach der Aktivierung der Gratismonate. Schon auf den ersten Blick fand ich das Angebot ziemlich unübersichtlich. Wahrscheinlich hätte ich dem Angebot noch eine zweite Chance gegeben, wenn ja wenn ich nicht spotify nutzen würde. weiterlesen →

Eine Fernseher als iPad

Nach einer Apple Keynote morgens ins Büro zu kommen ist schon ein Stück weit wie der erste Schultag nach den Sommerferien. Alle erzählen, wie es für sie war, welche Eindrücke sie mitgenommen haben. Auch bei uns in der Agentur ist die Keynote beziehungsweise das, was von Apple vorgestellt wurde, heute Thema. Bezüglich des neu vorgestellten iPad pro meinte ein Kollege, er sieht schon in ein paar Jahren den Einspieler von Apple, wo jemand mit einem 42 Zoll iPad auf dem Sofa sitzt. Stimme im Hintergrund dazu „The iPad that replaces your TV.“ weiterlesen →

Apple Watch — eine zweite Meinung

Nach wie vor bin ich noch immer nicht im Besitz einer Apple Watch — ein Umstand, der auf absehbare Zeit unverändert bleiben wird. Gründe dafür gibt es viele, es fängt für mich bereits damit an, dass das Ding von Apple quadratisch ist, während meine Vorstellung von einer Uhr in Richtung rund gehen. Wobei so was auch immer sehr subjektive Einstellungen sind. weiterlesen →