Apple der 13.

Apple der 13.

Gestern war nicht nur Montag, der 13. – wer Garfield kennt, weiß, was es damit auf Sicht hat – sondern auch die Eröffnung der WWDC (Apples Konferenz für Entwickler) mit einer Keynote. Zwei Stunden Programm, bei dem ich zum ersten Mal vorm Fernseher eingeschlafen wäre.

Es lag nicht am Wetter, zu viel Wein (tatsächlich stand auf dem Tisch nur Wasser) oder anderen widrigen Einflüssen, sondern an den Inhalten. Die Apple Watch interessiert mich grundsätzlich nicht. Ein paar nette Feature machen die Uhr auch nicht rund und schön, verlängern ebensowenig die Akkulaufzeit, eher im Gegenteil. Genau so sieht es für Apple TV aus. Wir haben zu Hause noch den Vorgänger, der reicht für unsere Bedürfnisse vollständig aus. Mit dem Fernseher werden halt ausschließlich Filme konsumiert. Das frisst schon entsetzlich viel Zeit.

Swift Playground
Swift Playground

Was die Neuerungen in macOS (wie es ja jetzt heißt) angeht: allesamt nett, ein paar sogar frech inspiriert von Applikationen unabhängiger Entwickler, wie zum Beispiel die universelle Zwischenablage. Die Bild-in-Bild Funktion dagegen gehört zu den Dingen, die eher verstörend sind. Aufmerksamkeit auf eine Sache richten und diese dann ordentlich machen. Ein Grund, warum ich sehr gerne meine Texte mit Ulysses schreibe.

Extrem skeptisch bin ich in Bezug auf „Optimized Storage“. Die Funktion schaff automatisch mehr Platz auf meinem Rechner, in dem sie Daten in die Cloud verlagert. Abgesehen von den Preisen, die Apple dafür verlangt, wirft so,was Unmenge an Fragen auf. Wenn ich mir zum Beispiel mein Mac Book Air ansehe, auf dem nur noch ähnlich wenig Platz wie in der Demonstration zur Verfügung steht, dann gibt es eine Position, die viel Speicher belegt. Die gesammelten Notizen und Anhänge in Evernote. Das liegt bereits in Kopie in der Cloud. Sollte Optimized Storage hier etwas verschieben, dürfte die gesamte Synchronisierung mit Evernote Geschichte sein.

Siri für macOS ist sicher nett. Für mein Nutzungsverhalten aber eher überflüssig, denn ich nutze nicht mal Siri unter iOS wirklich intensiv.

Einen unaufgeräumten Desktop Viva iCloud Drive mit mehreren Geräten zu teilen – Ordnung halten wäre da besser, denn ich bevorzuge einen aufgeräumten Schreibtisch.

Was Fotos jetzt alles kann ist schön, wird mich aber nicht dazu veranlassen, bei Lightroom das Licht auszumachen.

Mit iOS 10 gibt es, ja richtig, 10 besonders erwähnenswerte Funktionen, meint Apple. Hängen geblieben bei mir ist neben „Bla Bla“ iMessage. Zwar nicht nützlich, aber sicher spaßig. Handschriftliche Nachrichten, größere Emojis und nette Effekte.

Die Weiterentwicklung von Apple Musik dürfte für dessen Nutzer relevant sein, ich für meinen Teil bleibe aber Spotify treu.

Wie bereits erwähnt, ich war kurz davor einzuschlafen, als mich eine Sache wirklich begeisterte. „Swift Playground„, um auf dem iPad Menschen das Programmieren näher zu bringen. Pädagogisch ein guter Ansatz und die Informatiklehrerin neben mir auf dem Sofa war auch ganz begeistert – wenn nur nicht das Problem wäre, Schulen hierzulande mit iPads auszustatten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren