Spielerisches 2017

Spielerisches 2017

Immer wenn man denkt, man habe keinen Jahresrückblick nötig, fällt einem doch einer über die Füße. Anders gesagt, in einer Hinsicht bin ich mit 2017 noch nicht fertig.

2017 aus Spielersicht

So durchwachsen 2017 in bestimmter Hinsicht war, so erfolgreich war es in Bezug auf das Hobby Brettspiele(n). In meinem Abschlussbericht ist das etwas untergegangen. Zumindest hat es nicht die Erwähnung bekommen, die es eigentlich verdient hätte. Seit dem meine Frau und ich Board Games Stats (eine extrem empfehlenswerte App) nutzen, können wir unser Hobby ziemlich gut verfolgen.
Mittlerweile kann dank der Statistik auch mit dem Mythos aufgeräumt werden, dass einen gewisse im Haushalt lebenden Person ständig verlieren würde. Es ist nämlich genau umgekehrt und ich werde mich in diesem Jahr wohl mehr anstrengen müssen, wenn ich zumindest auf eine Gewinnquote von 50 Prozent kommen will.

2017 in Zahlen
2017 in Zahlen

Viel Gespieltes

Für Nichtspieler hört sich das vermutlich überwältigend an. Ich habe 369 Partien gespielt — verteilt auf 78 unterschiedliche Spiele und 7 verschieden Orte. Die Gesamtspielzeit betrug 476 Stunden. Zeit, die ich mit 19 unterschiedlichen Personen an diversen Spieltischen verbracht habe. Keine einzige Minuten habe ich davon bereut, zumindest in Bezug auf die Personen. Was die Spiele angeht, vergleiche dazu meinen Eindruck zu Pandemic Legacy 2 von gestern. Das diese grottige Spiel sogar auf Platz drei der am meisten gespielten Spiele gelandet ist, ärgert schon etwas.
Immer noch ungeschlagen auf den beiden vordersten Plätzen tummeln sich Codenames und Viticulture Essential Edition. Ersteres ist zu Recht Spiel des Jahres 2016 geworden, letzteres hat zu Unrecht keinen Preis erhalten. Ich halte es für ein verdammt gutes, flüssiges Workerplacement-Spiel, was auch noch eine mir sympathische Thematik hat.

Bilanz

Für 2017 kann ich in Bezug auf gespielte Spiele eine positive Bilanz ziehen. Ich habe wirklich viel gespielt, aber weniger als gedacht. Dabei zeigt mir die Statistik, wie trügerisch unsere Erinnerungen sind. So war ich mir ziemlich sicher, mit meiner Frau 2017 Star Wars Rebellion gespielt zu haben. Ziemlich gut konnten wir uns an die epische Schlacht erinnern. Tatsächlich haben wird das Spiel im August 2016 zum letzten Mal gespielt. Genau das zeigt aber auch wieder, welchen Eindruck Spiele hinterlassen und das die reine Häufigkeit wie etwa bei Codenames noch gar nichts aussagt.
An die einzelnen Partien Codenames kann ich mich nicht wirklich erinnern. Das gilt so auch für andere Spiele, etwa Viticulture, Innovation Agricola und vielen Spielen aus der Statistik. An die epischen Siele jedoch kann ich mich deutlich besser erinnern. Das wird wohl auch mit Paths of Glory so sein, dem ersten 2-Personen Wargame 2018, welches seit ein paar Tagen auf dem Tisch steht. Am Ende wird die Partie wohl ihre 10 Stunden gedauert haben.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren