Fehlende Dominosteine

Fehlende Dominosteine

Für mich gehören Dominosteine einfach zur Adventszeit dazu. Ein Weihnachten ohne sie ist für mich unvorstellbar.

Fleischwurst Süßigkeiten

Dabei sind Dominosteine so was wie die Fleischwurst unter den Süßigkeiten. Nach außen hin eine einheitliche Ummantelung verbergen sie ihren Kern im Inneren. Was drin ist, da hat jeder Hersteller so sein eigenes Rezept. Im Prinzip handelt es sich bei Dominosteinen um eine Lebkuchenspezialität, wie Wikipedia es beschreibt. Das hört sich ziemlich bürokratisch an, die meisten Dominosteine schmecken dagegen deutlich besser.
Diese so genannte Lebkuchenspezialität besteht aus drei Schichten. Lebkuchen, Glibber und Marzipan. Umhüllt ist das ganze dann von Schokolade. Nicht nur bei ihr gibt es Unterschiede, sondern auch beim Lebkuchen und dem Marzipan — es kann sogar schnödes Persipan zum Einsatz kommen. Mir persönlich schmecken Dominosteine mit Marzipan deutlich besser.
Beim Glibber handelt es sich häufig um eine Fruchtzubereitung — sagt Wikipedia. Meistens ist eher Gelee mit Fruchtgeschmack. Oder gefärbte Gelatine.

Dominosteine
Lebensmittelfotos / Pixabay

Weihnachtszeit endet frühzeitig

Erfunden wurden die Dominosteine 1936 als eine Art Notpraline — eine erschwingliche weihnachtliche Süßigkeit — also eigentlich ähnlich wie die Fleischwurst. Wie dem auch sei, ich mag sie (also auch die Fleischwurst, sofern sie ohne Knoblauch ist). Gestern Abend hatte ich mir beim einkaufen in den Kopf gesetzt, unbedingt noch Dominosteine zu erwerben. Eine Art Nachtisch, auch wenn es mangels Kälte zu Hause keinen Glühwein dazu gibt. Tja, was soll ich sagen? Im Supermarkt um die Ecke (tatsächlich sind es ein paar Ecken mehr) gab es keine Dominosteine mehr. Auch keine anderen Weihnachtssüßigkeiten. Man hatte dort schon komplett auf Silvester umgestellt. Wohlgemerkt, gestern hatten wir den 20. Dezember. Zu dem Zeitpunkt bin ich für meinen Teil noch nicht in der Stimmung, bereits an Silvester zu denken. Ich will mich erstmal auf Weihnachten freuen.
Natürlich ist mir bekannt, dass Christstollen und anderes Zeug gefühlt bereits Ende August erhältlich ist. Auch ich gehöre zu denen, die dann erstmal zuschlagen. Das liegt aber daran, dass die Vorfreude auf die Adventszeit einfach so groß ist. Es ist nachvollziehbar, dass die Händler entsprechend vorausplanen (müssen). Niemand wird wohl ernsthaft auf die Idee kommen, am 19. Dezember noch mal Ware nachzubestellen, auf die er dann in drei Tagen sitzen bleibt. Das man die leeren Stellflächen und Regalplätze auch irgendwie füllen muss, kann ich auch nachvollziehen. Trotzdem wirke es ernüchternd. Für mich sah es gestern im Supermarkt so aus, als ob Weihnachten schon wieder vorbei wäre.

Dominosteine für Selberbäcker

Dominosteine gab es dann gestern Abend nicht — sondern Salzgebäck, Das war ja in Übermaß vorhanden. Hier ist jedoch zu befürchten, dass um Silvester herum die Vorräte in den Geschäften schon wieder erschöpft sind. Aus persönlichen Ausweg aus dem Dominostein-Dilemma könnte ich natürlich selber welche backen. Das ist jedoch ein mühsames und zeitintensives Unterfangen. Abgesehen davon wäre das Luxus-Dominosteine, denn wie ich aus den letzten Jahren noch ziemlich genau weiß ist selber backen alles andere als günstig.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren