Käsiger Geruch

Käsiger Geruch

Seit Dienstag verbreitet sich in unserer Küche ein käsiger Geruch. Das ist, gerade wenn man abends nach Hause kommt, ziemlich unangenehm.

Suche nach den Ursachen

Am ersten Tag vermuteten wir noch, dass es am Mülleimer liegen würde. Schließlich steht der bei uns auf der Fußbodenheizung. Man muss also deutlich häufiger den Müll rausbringen. Half allerdings in diesem Fall nicht. Wir haben dann gestern (Tag zwei) den Mülleimer noch mal einer Grundreinigung unterzogen. Zudem habe ich dann die ganze Küche durchgewischt. Das half. Für ca. zwei Stunden. Danach war wieder dieser käsige Geruch da.
Manchmal ist man ja nicht so gründlich. Also habe ich den Mülleimer auf den Balkon gestellt. Wie sich zeigte, war er gar nicht verantwortlich. Auch nicht das Altglas daneben. Vielleicht der Kühlschrank? Tür aufgemacht, drinnen geschnüffelt. Roch normal. Auf den Boden gelegt und an den Lüftungsgittern geschnuppert. Umwerfend. Fast wäre ich nicht mehr hoch gekommen. Mit Essig geputzt, da wurde es besser. Dann beruhigt schlafen gegangen, nur um heute morgen wieder diesen Geruch in der Küche zu haben.

Käsiger Geruch im Kühlschrank
jarmoluk / Pixabay

Käsiger Geruch im Kühlschrank

Der käsige Geruch stammt, wie ich dank Mutti, heute morgen (Tag drei) erfuhr, vom Auffangbehälter für Kondenswasser. In dem Zusammenhang viel mir mein kleiner Unfall vom Sonntag (T-2) wieder ein. Ich hatte eine Milchpackung, die bereits geöffnet war, nicht in die Kühlschranktür gestellt, sondern auf eine der Glasplatten gelegt. Dummerweise gibt es in unserer Familie einen genetischen Defekt, der dafür sorgt, dass wir Dinge nie richtig zuschrauben können. Das ist zumindest für mich eher wahrscheinlicher als eine kaputte Milchpackung.
Montag Morgen (T-1) hatte ich dann morgens im Kühlschrank eine Milchpfütze. Die wischte ich auf und mit Kühlschrankreiniger nach. Dann vergass ich den Vorfall wieder, schließlich war ja alles in Ordnung. War es aber offensichtlich nicht, denn die Milch muss wohl auch durch das Abflussloch fürs Kondenswasser gelaufen sein. Draußen im Auffangbehälter verdunstet die Milch nicht einfach, sie gammelt. Was dann wohl auch den Geruch erklärt.

Einbaukühlschränke und Pflege

In einer Welt ohne Komplikationen würde man jetzt einfach den Kühlschrank von der Wand abziehen, den Auffangbehälter abnehmen, ausspülen und reinigen. Geht bei uns nicht so einfach, denn um den käsigen Geruch zu beseitigen, müssen wir einen ziemlich Aufwand betreiben. Unser Kühlschrank ist nämlich ein Einbaukühlschrank. Als erstes müssen wir einen Teil der Fußleiste der Küche entfernen. Dann muss die Holztür von der eigentlich Kühlschranktür gelöst werden. Die sind mit so einem Schleppscharnier verbunden, wenn ich das richtig verstanden habe.
Schließlich gibt es noch möglicherweise weitere Befestigungen, dass werde ich dann heute Abend prüfen. Fachleute empfehlen, vor der Demontage den Stecker vom Kühlschrank zu ziehen. Das ist bei einem Einbaukühlschrank ziemlich witzig, denn die Steckdose befindet sich hinter dem Kühlschrank — wir reden hier über eine Einbauküche. Wenn alles gut geht, bekommen wir den Kühlschrank ohne weitere Problem herausgezogen. Das ist dann aber nur die halbe Miete.

Ingenieurpraktikanten

Um dem käsigen Geruch beizukommen, müssen wir wie erwähnt an die Auffangschale. Je nach Hersteller des Kühlschranks ist diese entweder zugänglich oder fast unmöglich zu erreichen. Es gibt auch Horrorgeschichten, bei denen der ganze Kompressor ausgebaut werden muss, um an die Auffangschale zu kommen. Bei Liebherr soll das ziemlich unmöglich sein, so dass einige Besitzer wohl dazu übergegangen sind, Reinigungsflüssigkeit in das Abflussloch zu schütten. Ist wohl nicht in jedem Fall eine gute Idee, weil man nicht weiss, wo die Flüssigkeit hinläuft wenn man zu viel rein kippt. Und richtig sauber wird es damit auch nicht.
Heute Abend werde ich dann sehen, was Sache ist. Das Etappenziel soll auch sein, die Auffangschale sauber zu bekommen, damit der käsigen Geruch in er Küche verschwindet. Der Einbau kann dann warten.
Was mich an der ganzen Sache enorm ärgert, sind die Ingenieurpraktikanten, die so was überhaupt konstruiert haben. So unwahrscheinlich ist es nicht, dass etwas im Kühlschrank ausläuft. In so einem Fall muss es ohne Probleme möglich sein, die Auffangschale entnehmen zu können. Sogar ohne den Einbaukühlschrank komplett auszubauen. Das ich aus genau solchen Gründen eigentlich nie eine Einbauküche haben wollte, ist dann wieder eine ganz andere Geschichte.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren