Dominion als Schlusslicht

Dominion als Schlusslicht

Eigentlich ist Dominion nicht wirklich ein Schlusslicht. Das Spiel markiert nur den Endpunkt einer Reise, die meine Frau und vor etwas mehr als sechs Monaten begannen.

Spielen ist Arbeit

Spielen ist natürlich keine Arbeit, aber sich Ziele beim spielen zu setzen schon. Unser Ziel war es, innerhalb eines Jahres zehn Spiele mindestens zehn Mal zu spielen. Das vorletzte auf der Liste war Roll for the Galaxy und irgendwie hatten wir schon den Eindruck, dass das letzte Spiel ähnlich sein würde. Im Kern ist Roll for the Galaxy ein Dice-Builder. Man baut sich sein galaktisches Imperium mit Hilfe von Würfel auf. Domion ist  ein Deckbuilder, es funktioniert rein über Karten. Zumindest im Basisspiel. Eine erheblich schnellere Art des Deckbuildings versucht Start Realms zu bieten. Das Spiel aber fiel beim erneuten spielen bei meiner Frau und mir durch. Ihm fehlt das, was bei Dominion vorhanden ist. Die Planbarkeit. Im Gegenzug dafür kann Dominion häufiger in eine nebeneinander her spielen ausarten. Zumindest dann, wenn man ohne Angriffskarten spielt.

Dominion führt zum Ziel
aitoff / Pixabay

Hexen und andere Flüche

Die Angriffskarten sind so was wie das Salz in der Suppe bei Dominion. Ist die Hexe Teil der Königreichkarten gibt es ein Wettrüsten der Spieler. Man muss sie nicht mit ins eigene Deck bringen. Aber wenn das ein Spieler macht, sollte man tunlichst nachziehen. Andernfalls ist man derjenigen, bei dem sich die Flüche am Ende im Deck angesammelt haben. Jeder Fluch bremst nicht nur das eigene Deck beim spielen, sondern zählt in der Endabrechnung auch noch als Minuspunkt.

Erweiterungen zu Dominion

Ende des vergangenen Jahres lief die Lizenz zur Dominion iOS-App aus. Seit dem gibt es eine reine Web-Version — die begeistert mich nicht wirklich. Deutlich lieber als online oder die KI spiele ich gegen menschliche Gegner, die mir gegenüber sitzen. Wirklich teuer wird Dominion offline nur dann, wenn man den richtigen Zeitpunkt verpasst. Angefangen haben wir mit der Grundversion für fünf Euro vom Flohmarkt, die Erweiterungen haben wir immer dann gekauft, wenn sie bei Thalia im Angebot waren, wir genügend Paybackpunkte hatten und es eventuell gerade noch eine Rabattaktion gab. Mehr als 20 Euro würde ich persönlich nämlich nicht pro Erweiterung bezahlen. So toll ich auch Dominion finde, es bleibt ein Kartenspiel. Die Erweiterung sorgen „lediglich“ für mehr Abwechslung.

Unverzichtbare Gilden

Aus meiner Sicht unverzichtbar sind die Gilden. Sie bringen zwei neue Mechanismen ins Spiel. Das Überzahlen einer Karte beim Kauf zur Auslösung eines zusätzlichen Effektes und Geldmünzen. Geldmünzen bekommt man durch Karten, sie bleiben über eine Runde hinaus erhalten bis man sie ausgibt. Das ist ungemein praktisch, um für eine Provinz oder andere Karte etwas anzusparen. Neben dem Basisspiel haben wir folgende Erweiterungen:

  • Die Gilden
  • Seaside
  • Die Intrigen
  • Blütezeit
  • Mixbox (Alchemisten und Reiche Ernte)

Auch wenn es noch mehr Erweiterungen gibt, reicht das tatsächlich für lange Zeit. Schließlich gibt es noch eine Menge mehr Spiele in unserer Sammlung.

Die finale 10er Liste

Jetzt wo Dominion die 10er Liste abgeschlossen hat, ist es interessant wie sie nach sechs Monaten und 2 Tagen aussieht:

  • Argricola
  • Codenames
  • Die Fürsten von Catan
  • Dominion
  • Eclipse
  • Funkenschlag
  • Innovation
  • Memoir ’44
  • Roll for the Galaxy
  • Viticulture Essential Edition

Eine ausgewogene Mischung, die man so auch schon fast als Grundstock einer Spielesammlung nehmen könnte. Je nach Geschmack müsste man wahrscheinlich Memoir ’44 durch etwas anderes ersetzen.
Wie diese Liste dann nächstes Jahr aussehen wird, darauf bin ich selber gespannt. In jedem Fall hat die gesamte Challenge dazu geführt, mehr Brettspiele zu spielen. Und so was ist nie verkehrt.

One Reply to “Dominion als Schlusslicht”

Kommentar verfassen

über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren