Menschen im Rhein

Menschen im Rhein

Ein freier Tag, eine geplante Wanderung auf dem Kölnpfad nach langer Zeit — eigentlich eher Gründe für ein Gute-Laune-Artikel. Statt dessen rege ich mich mal wieder über Menschen im Rhein auf.

Kölnpfad erste Etappe

Fangen wir aber erstmal mit den erfreulichen Dingen an. Meine Frau wollte heute einen Tag am Schreibtisch verbringen, Klausuren korrigieren. Das hat sie zum Glück nicht gemacht, auch wenn sie dafür die nächsten Tage noch länger am Schreibtisch sitzt. Der Tag war es aber wert und schließlich habe ich lange genug gequengelt. Zu zweit macht wandern einfach mehr Spaß als alleine. Ausgewählte hatte ich die 1. Etappe des Kölnpfads. Mit 22,8 km kein Leichtgewicht unter den insgesamt 11 Strecken. Sicher aber einer der Strecke, die am meisten Eindruck hinterlassen. Zumal man ein guter Teil der Strecke am Rhein entlang läuft. An Feiertagen wie diesem heute ist man allerdings nicht alleine unterwegs. Während es mit anderen Fußgängern keinen Streß gibt, auch nicht mit Radsportlern und Mountain-Bikern, sind es die Sonntagsfahrer, die nerven. Statistisch gesehen am häufigsten die, welche ohne Helm fahren obwohl sie sich eher wackelig auf dem Fahrrad halten. Es wir grundsätzlich geklingelt, auch wenn noch so viel Platz ist, dass bequem ein Autor dran vorbei passen würde.

Menschen im Rhein
Menschen im Rhein

Betrüblicher Leichtsinn

Aber eigentlich wollte ich nicht über Menschen am Rhein, sondern über Menschen im Rhein schreiben. Bringen wir aber noch den Gedanken eben zu Ende. Leute, es reicht wenn man einfach schweigen oder vielleicht sogar nett grüßend an einem vorbei fährt. Wenn gefühlt alle zwei Minuten hinter einem geklingelt wird, nervt es. Extrem sogar. Das ich dann blöde Sprüche lasse, sehe man mir bitte nach. Ich kann einfach nicht anders. Zurück nur aber zum eigentlichen Thema. Über Baden im Rhein habe ich schon mehrfach hier im Blog geschrieben. In Köln ist das so was wie ein Dauerthema. Menschen im Rhein sieht man häufig, wenn man unterwegs ist. Recht froh bin ich dann immer, wenn nichts passiert. Es würde mich ansonsten in einen Gewissenskonflikt stürzen, zumal ich mal bei der DLRG war. Das was passiert, ist eigentlich immer nur eine Frage der Zeit.

Nur Dumme Menschen im Rhein

Es mag Leichtsinn sein, aber eigentlich ist es maßlos dumm, im Rhein schwimmen zu gehen. Als wir in Rodenkirchen am Rhein entlang liefen, habe ich es irgendwann aufgegeben zu zählen. Es waren einfach zu viele Menschen im Rhein. Leider nicht nur Erwachsenen, sondern auch Kinder. Kleine Kinder. Eigentlich aber ist das Alter egal, denn gefährlich ist der Rhein für jedes Alter. Nur gibt es eben den Unterschied in der erwarteten geistigen Reife. Die scheint bei den Erwachsenen im Wasser zu fehlen. Sie gefährden nicht nur sich, sondern auch andere. Bei der Familie mit Kind hätte ich echt kotzen können. Man braucht mit solchen Menschen auch gar nicht erst die Diskussion anzufangen. Sie sind nämlich grundsätzlich uneinsichtig. Bis was passiert.

Eindeutiger Hinweis
Eindeutiger Hinweis

Tödlicher Strom

Der Rhein ist kein Spielzeug, er ist ein gefährlicher Fluß mit Unterströmen, die einen unter Wasser ziehen können. Die Stadt Köln warnt davor genauso wie dieKölner Ortsgruppe der DLRG. Baden im Rhein ist lebensgefährlich. Trotzdem ist es leider egal, sich in Gefahr zu begeben. Folgendes steht dazu auf der DLRG-Seite:

Der Rhein steht als natürliches Gewässer im Gemeingebrauch. Die Nutzung ist also grundsätzlich jedermann gestattet und bedarf keiner besonderen Erlaubnis.

Hier müsste angesetzt werden. Wobei zu befürchten ist, das gerade in Köln Verbote gelassen ignoriert werden. In aller Deutlichkeit möchte ich noch mal darauf hinweisen, dass es auch im flachen Wasser in Strandnähe bereits gefährlich ist. Wer sich mit seinen Kinder dort auffrischen geht, handelt fahrlässig.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren