Catan das Duell

Catan das Duell

Mittlerweile ist es der dritte Namenswechsel bei dem Spiel, welches Die Siedler von Catan als Kartenspiel für zwei Personen umsetzen soll. Erst war es lediglich „Das Kartenspiel“, dann „Die Fürsten von Catan“. Jetzt eben Catan das Duell.

Wiederentdeckung eines Klassikers

Das Catan das Duell mittlerweile ein Klassiker ist, haben meine Frau und ich bereits vor drei Jahren festgestellt. Als wir im Zug eines wieder aufkommenden Siedler-Fiebers unser altes Kartenspiel hervorzogen und sich anders als rüher Spielspaß einstellte. Spielspaß, der dann zum Kauf der neuen Grundbox, „Die Fürsten von Catan“ führte. Wir kauften dann auch noch die beiden Erweiterungen und waren ziemlich begeistert. Dann jedoch ging das Spiel in der Masse unser Sammlung einfach unter. Bis jetzt.
Da wir nach Star Realms ziemlich enttäuscht waren, suchten wir ein anderes Spiel als Ersatz für unsere 10×10 Challenge. Es sollte ein Kartenspiel sein, irgendwas mit Aufbau. Ähnlich wie bei Star Realms gib es bei Catan auch eine aktuelle digitale Weiterentwicklung. Das Catan Universum präsentiert eine neue Version, die es auch bald für iOS geben wird. Damit abgelöst und quasi zusammengefasst werden die beiden bisher separaten Apps. Kann man gut finden oder auch kritisieren.
Mich interessiert an dieser Stelle die analoge Version, denn nur die zählt für die Challenge.

Catan das Duell
Catan das Duell

Neues an Catan das Duell

In den drei Jahren hat sich das Kartenspiel zwar nicht so grundlegend verändert wie beim Wechsel von „Catan — Das Kartenspiel“ zu den Fürsten von Catan, aber es gab dennoch Änderungen, nicht nur im Namen. Catan das Duell kommt im neuen Schachtelformat, weil diesmal die Kartenhalter direkt dazu gepackt wurde. Wir mussten uns diese noch separat im Shop bestellen. Zu einem Preis von immerhin 9,80 Euro. Das macht die Neuauflage des Spiels zum Preis von rund 19 Euro (je nach Einkaufsquelle) im Vergleich zum Vorgänger deutlich günstiger.
Aber nicht nur die „Hardware“ wurde geändert, sondern die regeln wurden noch mal überarbeitet. Gut gefällt mir die Übersicht auf der letzten Seite, die wir uns direkt ausgedruckt haben. Vielleicht an dieser Stelle noch eine kleine Anmerkung zu den Kartenhaltern. Die sind wirklich praktisch, aber haben einen Nachteil (sofern sie in der Neuauflage identisch sind zu unseren). Sleevt man seine Karten, passen sie nicht mehr in die Kartenhalter. Sehr schade, denn gerade bei diesem Spiel sind die Karten dem Verschleiss ausgesetzt.

Zeit der Barbaren
Zeit der Barbaren

Warum überhaupt Catan

Warum ich überhaupt über Catan das Duell schreibe, ist einem einfachen Umstand geschuldet. Es ist nach inzwischen 12 gespielten Partien das siebte Spiel auf unsere 10×10 Liste — 10 Spiele, die wir in diesem Jahr mindesten 10 Mal gespielt haben. Die zwölft Partien entsprechen dabei rein zufällig den zwölf Siedepunkten, mit denen ein Spieler die Partei gewinnt. In der Regel jedenfalls, denn bei einigen Themensets gibt es abweichende Bedingungen. Genau diese Themensets sind das Salz in der Suppe. Neben dem Basisspiel gibt es zwei Erweiterungen, „Finstere Zeiten“ und „Goldene Zeiten“. Jede Erweiterung bringt dabei drei neue Themensets mit sich. Die „Goldenen Zeiten“ enthalten dabei „Zeit der Entdecker“, wo jeder Spieler neun verdeckte Seefelder zum erkunden zusätzlich zu seiner Startsauslage erhält.

Enorme Abwechslung

Allein die drei Themensets in Catan das Duell bieten Abwechslung für viele Stunden, wobei man im Durchschnitt mit etwa einer Stunde pro Partei rechnen sollte. Zusätzlich zu dem normalen Spiel lässt sich das Kartenspiel auch als „Duell der Fürsten“ spielen, bei dem das Deck aus allen drei Themensets zusammengestellt wird. Hat man die Erweiterungen, kann man damit auch noch kombinieren. Wer dann immer noch nicht genug hat, kann sich an das Tunierspiel wagen, wofür man allerdings sowohl das Basisspiel als auch die Erweiterung doppelt haben muss.

Zeit der Entdecker
Zeit der Entdecker

Fazit

Uns gefällt Catan das Duell (auch wenn wir die vorherige Ausgabe unter anderem Namen haben) ausgesprochen gut. Das sieht man vermutlich auch an den in kurzer Zeit gespielten 12 Partien. Als Spiel für zwei Personen können wir es empfehlen, man sollte allerdings direkt zuschlagen und sowohl das Basisspiel als auch die beiden Erweiterungen kaufen. Zusammen gibt man dann knapp 50 Euro aus. So viel, wie auch für manch anderes Spiel auch. Dafür erhält man viel Spiel als Gegenwert. Einlassen muss man sich nur auf die vorhanden Glückskomponeten und darauf, dass der Mitspieler mitunter etwas länger für seinen Zug benötigt als man selber. Catan das Duell ist aber alles andere als langatmig, eher sehr kurzweilig, weil man seinen Mitspieler ständig im Auge behalten muss. Auch wenn man anders als beim Brettspiel keine Rohstoffe tauscht, ist die Interaktion spürbar vorhanden. Man bekommt auch im Zug des Gegners Rohstoffe, ärgert sich gemeinsam über den Räuber oder schnappt dem Mitspieler eine wichtige Karte vor der Nase weg. Einige Ausbaukarten gibt es nämlich nur einmal im Spiel. Und so ein Goldhandelsschiff ist schon ziemlich praktisch.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren