Wein kaufen in Nippes

Wein kaufen in Nippes

Nippes ist im Grunde ein Dorf. Neuigkeiten über Schließungen und Eröffnungen machen schnell die Runde. Mit schwindenden Möglichkeiten ist es erneut Zeit, sich der Frage zu stellen, wo man in Nippes Wein kaufen kann.

Weinland Nippes

Gutes Kölsch trinkt man in Nippes nirgends, denn „Kölsch“ und „gut“, sind zwei Dinge, die sich prinzipiell ausschließen. Ganz so schlimm ist es natürlich nicht. Persönlich würde ich die Frage nach gutem Kölsch auch immer mit dem Verweis auf die Braustelle in Ehrenfeld beantworten. Hilft in Nippes erstmal wenig, zumal es eigentlich um Wein gehen sollte. Damit sind wir dann auch wieder zurück bei den Neuigkeiten. Verifiziert ist das noch nicht, aber die Person von der ich es heute morgen erfuhr, wirkte vertrauenswürdig — das sind die meisten Lehrer.
In absehbarer Zeit wird es offensichtlich in Nippes wieder einen Weinladen weniger geben. Natürlich ist Nippes kein Weinland, aber wenn ein Stück französischer Flair verschwindet, fehlt Nippes etwas. Vor allem auch die Möglichkeit, quasi in der Nachbarschaft Wein kaufen zu können. Es trauern alle diejenigen, für die Wein mehr oder weniger ein Grundnahrungsmittel darstellt.

Wein kaufen ist Vertrauenssache
markusspiske / Pixabay

Wein kaufen — die Möglichkeiten

Nach wie vor erhalten zum Wein kaufen bleibt selbstverständlich die alleingesessene Weinhandlung Kleefisch mit ihrem Angebot. Empfehlenswert sind die dortigen Schnupperpakete, quasi eine Weinprobe to go.
Über Google kann man mit etwas Anstrengung noch zwei weitere Adressen ausfindig machen. Beide lassen sich jedoch schwer verifizieren, da entweder eine Webseite fehlt (Weincollection) oder aber ein etwas anderes Angebot auftaucht (Le Caveau).
Zieht man die unmittelbare Nachbarschaft mit ein, wird das Angebot deutlich größer. Drüben, im Agnesviertel locken gleich drei Adressen. Zum einen der sehr sympathische Weinhandel Vinum. Als meine Frau und ich noch im Agnesviertel wohnten, war das unsere erste Anlaufstelle. Fast hätten wir mit Hausschuhen einkaufen können, so nah dran war das bei unserer letzten Wohnung.
Die Filiale einer Kette, Jacques’ Wein-Depot, findet man auf der Neusser Straße. Persönlich noch nicht ausprobiert, reizt mich ehrlich gesagt auch eher nicht.
Vielversprechend sieht das Kölner-Wein-Deppot aus — zumal es dort auch gleich noch ein Weinmuseum gibt.

Böses Online, gutes online

Erweitert man den Radius, finden man weiterer Möglichkeiten, Wein kaufen als lokales Event zu zelebrieren. Wobei man sich auch vor Augen halten sollte, dass Wein eben nicht aus der Region kommt, sondern eigentlich schon vom Prinzip ein Versandprodukt ist. Man kann daher geteilter Meinung darüber sein, ob online bestellen gut oder böse ist. Meiner Meinung nach ist es eine bequeme Ergänzung. Das gilt im besonderen Maße für Weine, die man bald nicht mehr in Nippes bekommt wie zum Beispiel den von meiner Frau und mir geschätzten Grauburgunder von Kiefer. Der lässt zum Glück aber auch gleich direkt beim Winzer bestellen.
Das gilt für viele andere Weine auch, wird aber im größeren Umfang eine Frage von Zeit und Geld.
Einen vielversprechenden Ersatz für die bald fehlende Weinhandlung in Nippes scheint der Kölner Weinkeller zu sein. Klar steckt auch dahinter REWE. Aber die Webseite sieht schick aus, man kann in Ehrenfeld auch lokal einkaufen, es gibt Veranstaltungen sowie Verkostungen. Ganz nebenbei stellen die auch ein beachtliches Wein-Breviere auf die Beine. Wechselnde, interessante Themen. Natürlich werden auch Weine vorgestellt, die man direkt kaufen kann.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren