Krank sein für Anfänger

Krank sein für Anfänger

Für viele Beschäftigte ist diese Woche eine kürzere Arbeitswoche. Der 1. Mai, Tag der Arbeit als Feiertag macht es möglich. Für mich ist es unfreiwillig zu einer noch kürzeren geworden. Wenn ich für eine Sache wirklich gar kein Talent habe, dann ist es krank sein.

Weniger pendeln müssen

Da hilft es auch nicht, in der Woche nur zwei statt drei Mal pendeln zu müssen. Klar, pendeln ist anstrengend. Besonders dann, wenn die Bahn mal wieder unangekündigten Bauarbeiten durchführt. Aktuell bedeutet das für mich den Ausfall der S6 morgens von Nippes zum Hauptbahnhof in Köln. Entsprechend also ein Fußweg zu Florastraße, einsteigen in die KVB bis zum Ebertplatz. Von dort dann entweder zu Fuß weiter oder umsteigen. Das stresst.
Rein hypothetisch, wenn ich die Wahl zwischen krank sein und pendeln hätte, würde ich wohl doch lieber Zug fahren. Also nicht selber, sondern drin sitzen statt zu Hause zu liegen. Mein großes Problem beim krank sein ist nämlich, dass ich nicht still liegen kann.

krank sein
Myriams-Fotos / Pixabay

Krank sein ist langweilig

Krank sein bedeutet für mich vor allem Langeweile. Einen Zustand, den ich sonst nicht kenne. Um dieser zu entkommen, versuche ich dem Bett möglichst zu entkommen. Sicher, wenn ich irgendwann zu erschöpft bin fallen mir die Augen zu und es klappt mit etwas erholsamen Schlaf. Ansonsten aber treibt es mich um. Lesen geht nicht, Hörbuch ist zu anstrengend und vom Fernsehe gucken tuen mir die Augen weh.
Natürlich ist eine Erkältung kein Drama, aber die Phase, wo alles zu sitzt, der Hals kratzt und der Schädel pocht, möchte man am liebsten gesund im Büro sitzen. Geht aber gerade nicht. Es wäre auch etwas unverantwortlich, wenn ich meinen Kollegen im Büro anstecken würde. Der hat nämlich eine hochschwangere Frau zu Hause.

Spiele lenken ab

Spielen lenkt ab, auch beim krank sein. Zumindest solange der Kopf noch klar denken kann. Mein Problem derzeit ist jedoch: mitten am Tag geht spielen nicht so gut, wenn der wichtigste Spielpartner (meine Frau) in der Schule ist und unterrichtet. Klar gibt es Alternativen. Ein paar Brettspiele die sich solo spielen lassen haben wir. Aber irgendwas elektronischen auf dem iPad (Konsole ist ja nicht mehr vorhanden und wird auch nicht angeschafft reizt nicht. Oder nicht mehr.
Es gibt aber eine alternative Möglichkeit. Statt zu spielen, sich mit Spielen zu beschäftigen. Bei BordGameGeek die eigene Sammlung durchzugehen, lenkt genauso ab wie das Nachdenken über künftige Neuanschaffungen.

Spiele wollen gekauft werden

Vom Sommer noch keine Spur, was wohl auch mein krank sein begründet. Schließlich war es in den letzten Tagen nicht immer schön. Und wenn, dann auch noch verdammt windig. Ein Einzelfall dürfte ich wohl kaum sein. Statt an einen möglicherweise ausbleibenden Sommer denke ich jedoch an den Herbst und die Spiel 2017 in Essen. Ein Kaufrausch wie im letzten Jahr wird es wohl bei uns nicht geben. Dafür waren beim letzen Mal einfach zu viele „na ja“ Spiele dabei. Hinzu kommt, dass wir in den letzten Monaten bereits einiges neu gekauft haben. Gerade eben brachte der Paketbote „Labyrinth“ inklusive Erweiterung. Eine der wenige Vorteil beim krank sein — man kann Pakete auch tagsüber entgegen nehmen.

Die obligatorische Liste

Den heutigen Tag nutze ich für die mittlerweile obligatorische Liste der Neuanschaffungen im Herbst. Gleichzeitig werden ein paar fällig Entscheidungen getroffen. Unter Beobachtung standen in den letzten Wochen mehrere Kickstarter Projekte mit Spielen. So etwas Gloomhaven, Hannibal und Brass. Wurde alles gestrichen. Ehrlich gesagt ermüdet mich langsam die plumpe Erpressung, ein Spiel Monate im Voraus zu bezahlen um einen Rabatt auf die Retail-Version zu erhalten. Auch Promos machen die Katze im Sack nicht gerade interessanter. Gelernt aus dem letzten Jahr habe ich, einfach erstmal abzuwarten. Kaufen können auch andere. Meine Frau und ich bilden und dann in Ruhe ein Urteil — jenseits der Hype-Videos.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren