Wie ein Blogeintrag entstehen kann

Seit genau 50 Tagen verwende ich jetzt hier im Blog das SEO-Plugin Yoast. Beruflich setze ich es schon länger für Kunden ein, nur privat bisher nicht. „Ein Blogeintrag hier, den muss ich nicht optimieren“ — war lange meine Haltung.

To Yoast or not to Yoast

Nun ist es aber so, dass ich mich nur beruflich weiter entwickeln will. Auch im Blog möchte ich zumindest den Eindruck haben, es könnte noch etwas nach oben gehen. Luft genug wäre da, es ist nur die Frage, ob ich so viel Atem habe.
Möglicherweise stehen auch noch andere vor der Entscheidung, ob sie sich die Mühe machen, einen Blogeintrag nach den Kriterien von Yoast zu überarbeiten.
Mehr Arbeit ist es am Anfang in jedem Fall. Jeder für sich muss auch überlegen, ob sich der Mehraufwand lohnt.

Blogeintrag im Entwurfsstadium
Blogeintrag im Entwurfsstadium

Mehraufwand in barer Münze

Als ich vor zwei Monate einen leichten Einbruch der Besucherzahlen bemerkte, war mir von Anfang an klar, was nicht passieren würde. Weder denke ich über eine klare thematische Ausrichtung nach noch beabsichtige ich, mit diesem Blog Umsatz zu generieren. Genauer gesagt zahle ich drauf. Die Kosten für das Hosting sind dabei lächerlich im Vergleich zu täglichen(!) Zeitaufwand.
Neben meinem Kampf mit Rechtschreibung beim Schreiben auch noch auf zusätzliche Dinge zu achten, würde ihn weiter in die Höhe treiben. Eine „Umsatzsteigerung“ war von vorneherein nicht zu erwarten.

Was bedeutet mir ein Blogeintrag

Tatsächlich sind die Leserzahlen in den vergangene 50 Tagen nicht rasant gestiegen. Möglicherweise habe ich schlimmeres verhindern können. Aber wer weiß das schon, wenn so gut wie gar nicht kommentiert wird. Zu bloggen ist für mich wie lesen ist für mich wie atmen. Ich kann davon nicht ablassen. Daher war die Beschäftigung mit Yoast etwas, wo ich eigentlich nur gewinnen konnten — trotz des höheren Aufwands.
Was man schon vor dem Schreiben eines Artikels alles zu berücksichtigen sollte, hat Britta ganz gut zusammengefasst.

Veränderungen durch Yoast

Für mich wirkt sich Yoast ein Stück weit auf die Art und Weise aus, wie ein Blogeintrag bei mir entsteht. Bisher habe ich meistens eine Idee im Kopf gehabt, ein mehr oder minder provokative bis lustig Überschrift gesucht und dann losgeschrieben.
Bei eine Reihe von Artikel gab es begleitende Recherche oder aber vorhandenes Hintergrundwissen.
Das Einzige, was ich mir in Ulysses als Vorgabe jedes Mal setze, ich die Mindestzahl an zu schreibenden Wörtern. Unter 400 liegt schon seit geraumer Zeit fast kein Blogeintrag mehr.

Struktur und Überschriften

Bisher war ein Blogeintrag zu Ende, wenn bei mir die Luft raus war. Entweder gab es dann ein rundes oder sehr abruptes Textende. Seit dem Yoast einsetze, hat sich das verändert. Zunächst schrieb ich wie bisher und überarbeitet dann meine Texte so lange, bis Yoast in den Punkten SEO und Lesbarkeit „Grün“ anzeigte. Seit gut zwei Wochen bin ich jetzt etwas weiter. Nach wie vor entstehen die Texte in Ulysses und werden dann zu WordPress herüber kopiert. Aber ich setzte von Anfang an Unterüberschriften.

Gedanken klarer fassen

Die Unterüberschriften erstelle ich vor dem ersten Satz. Es entsteht eine Struktur meiner Gedanken, vielleicht so gar so etwas wie ein roter Faden. Für mich ist das eine lustige Erfahrung. Warum lustig? Weil ich nur selten so bei einem Blogeintrag vorgehe. Grundsätzlich immer jedoch bei Kurzgeschichten und längerer Erzählungen.
Wenn man so will, führt Yoast dazu, dass ich bei Artikel für meinen Blog ähnliche platte wie ich das in anderem Kontext längst mache.

Was übrig blieb vom Tag

Für mich gibt es daher erstmal nur ein Fazit, mit bedingter Übertragbarkeit. Yoast lohnt sich, weil ich anders an einen Blogeintrag herangehe. Die einzelnen Texte werde länger, es kostet mehr Zeit. Das Gefühl dabei ist dabei das einer Weiterentwicklung. Die lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken, wohl aber als persönliche Bereicherung. Ein Luxus, den ich mir leisten kann, gerade weil ich mit diesem Blog kein Geld verdienen muss.

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