Furioses Finale

Furioses Finale

Gestern spielten wir die letzten Monate von „Pandemic Legacy — Season 1“ durch und damit das Spiel zu Ende. Zu Ende spielen bedeutet bei einem Legacy-Spiel das tatsächlich Ende, denn danach ist die Story nicht nur erzählt, sondern das Spiel(-material) zum Teil zerstört.

Über den Ausgang sollte ich lieber nichts sagen, ich würde es sonst riskieren gesteinigt zu werden. Wer Pandemic Legacy noch gespielt hat (die Süddeutsche Zeitung hat eine gute Beschreibung, um was es geht) oder erst mitten drin ist, würde um einen großen Teil des Spielspaßes beraubt werden. Wobei, Spielspaß bedeutet hier auch einen verzweifelten Kampf gegen die Ausbreitung der Seuchen. Aber hey, es ist eben Pandemie. Und damit schon mindestens so gut wie das ursprüngliche Brettspiel.

3dman_eu / Pixabay

Auf jeden Fall war es ein furioses Finale. Ein Weg durch ein langes Tal der Tränen mit einigen Erkenntnissen am Ende. In jedem Fall kann ich nur empfehlen, sich die Regeln und gerade auch die Regeländerungen ständig vor Augen zu halten. Am besten legt man noch eine Kopie der entsprechenden Regelstelle neben oder auf den Spielplan. Immer dran denken: hier gibt es kein „wir können ja noch mal von vorne anfangen“.

Entscheidend ist auch, in Krisensituationen Opfer zu bringen, auch wenn es sehr schmerzt. Ein erfolgreicher Monat ist immer ein erfolgreicher Monat und wiegt fast alles auf.

Ap­ro­pos aufwiegen. Gestartet haben wir mit der ersten Partei im letzten Jahr Anfang November. Insgesamt gespielt wurden 19 Partien. Bei einer Spielzeit von etwa 60 Minuten pro Partie sind das rund 19 Stunden Spielzeit. Dabei kostet das Spiel etwa 50 Euro. Das sind dann pro Person und Stunde 50 Cent. Dafür kann man im Kino vielleicht gerade mal die Toilette benutzen.

Und ja, egal wie es läuft, Pandemic Legacy ist spannend. Über die Story kann man diskutieren, aber das Spiel ist gut. Es macht süchtig, weil es eine interaktive Form der Unterhaltung ist. Das Schicksal der Welt liegt in den Händen der Spieler — und das fühlt sich gut an.

Allerdings: Überträger (um im Thema zu bleiben) des Legacy-Prinzips ist ein erprobtes und solides Brettspiel. Ich für meinen Teil kann mir nach wie vor nicht vorstellen, ein Legacy-Spiel zu spielen, welches nicht auf einem ausgereiften Spiel basiert. Einige Rezensionen zu „Seafall“ bestätigen das leider.

Wie dem auch sei, man darf in jedem Fall gespannt sein auf Season 2, da werden wir bestimmt wieder einschalten.

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über Thomas Boley

Geboren wurde ich im Jahre des Herren 1971 in Wesel am Niederrhein – die Kommentare an dieser Stelle bezüglich des Bürgermeisters bitte verkneifen! Mein Verhältnis zu dieser Stadt würde wohl den Umfang dieser Seite sprengen. Nur soviel sei gesagt: Es ist durchaus durchwachsen, worin es sich aber nicht von meinem Verhältnis zu Bielefeld unterscheidet. Nach dem üblichen Werdegang (Kindergarten, Schule, Abitur, Zivildienst) und den üblichen jugendlichen Irrungen und Wirrungen verschlug es mich zum Studium nach Bielefeld verschlagen. 18 Jahre später ging es dann zurück an den Rhein, in die Domstadt Köln. mehr erfahren